Ein Fotofilmstreifen ist eine beliebte Präsentationsmöglichkeit für Bilder. Umso effektiver ist es, wenn der Bildaustausch möglichst einfach gestaltet wird.

In diesem Tutorial möchte ich mehrere Sachen zeigen:
Ich erstelle eine neue Datei in der Größe 2800×600 und blende das Raster ein. Das Raster hilft mir bei der Positionierung der Vorlagenelemente.

Mit dem Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug (U) und schwarzer Farbe ziehe ich einen Bereich auf, der den schwarzen Hintergrund des Filmstreifens bildet.

Ich ändere die Farbe in Weiß und beginne den Lochrand aufzuziehen. Dazu erstelle ich mit dem Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug eine kleine Form in der Größe von vier Feldern im Raster. Dabei lasse ich eine Felderreihe Platz zum oberen Rand der schwarzen Form.

Ich ziehe einzelne Löcher auf. Diese kann ich dann mit gehaltener Shift-Taste und aktiviertem Automatisch auswählen: Ebene in der Menüleiste anwählen und mit gedrückter Alt-Taste schnell duplizieren.

Den gesamten Lochrand, d. h. alle zugehörigen Formebenen, lege ich in eine Gruppe und dupliziere diese. Die duplizierte Gruppe verschiebe ich an den unteren Rand.

Mit dem Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug füge ich nun Platzhalter für die Fotos ein. Einen angelegten Platzhalter kann ich wieder bequem mit der Alt-Taste duplizieren und verschieben. Wenn ich diese platziert habe, erstelle ich für diese Ebenen eine Gruppe. Anschließend kann ich das Raster wieder ausblenden.

Die Gruppe und den schwarzen Hintergrund markiere ich und konvertiere diese in ein Smart-Objekt.

Ich dupliziere das Smart-Objekt und wähle Strg+T zum Transformieren. An dem oberen Seitenpunkt fasse ich an und ziehe die Filmstreifenvorlage nach unten, sodass sich eine Spiegelung ergibt.

Ich verringere die Deckkraft der duplizierten Smart-Objekt-Ebene auf 40 Prozent.

Ich füge eine Ebenenmaske hinzu und wähle das Verlaufswerkzeug mit schwarz-weißer Farbe an. Nun maskiere ich den unteren Bereich, damit sich ein weicher Übergang in der Spiegelung ergibt.

Ich wähle meine Smart-Objekt-Ebene an mit Klick rechte Maustaste>Inhalt bearbeiten.

Es öffnet sich eine PSB-Datei. Das ist das Große Dateiformat von Photoshop, welches mir die Bearbeitung der Smart-Objekte im Original ermöglicht. Die PSB-Datei wird in den temporären Dateien hinterlegt. Alle Änderungen wirken sich nach dem Speichern auf die PSD-Datei sofort aus.
Ich wähle im Menü Datei>Platzieren und füge mein erstes Bild ein. Das Foto platziere ich über den ersten Platzhalter.

Nun erstelle ich eine neue Gruppe, in die ich dieses Bild verschiebe. Die Gruppe erhält den Ebenenmodus Multiplizieren. Da meine Platzhalter weiß waren und der Hintergrund schwarz, wird genau innerhalb des Platzhalters mein Bild gezeigt, weil das Weiß vollkommen mit den dunkleren Farben multipliziert wird. Der schwarze Hintergrund bleibt gleich, weil eine Multiplizierung von Schwarz und dem farbigen Foto weiterhin Schwarz bewirkt. So behalte ich die Rundung an den Ecken.

Im nächsten Schritt kann ich die nächsten Fotos platzieren und an entsprechende Stelle des Platzhalters verschieben. Die Anzeige ist dank der Gruppen-Füllmethode sofort richtig.

Um die Bilderplatzierungen zu bestätigen, wähle ich im Menü Datei>Speichern.

In der PSD-Datei sind die Bilder nun platziert. Das Beste daran: Die Bildspiegelungen sind ebenso vorhanden. Hintergrund: Alle Effekte und Transformationen von Smart-Objekten beziehen sich immer auf das Original. Und da das Smart-Objekt dupliziert und transformiert wurde, greift diese nun auch auf die PSB-Datei zu und zieht sich die Bilder in die Spiegelung.
Mit Strg+T und Klick rechte Maustaste kann ich verschiedene Transformationseinstellungen auswählen und meinen Filmstreifen mit beiden ausgewählten Ebenen transformieren.

Jetzt möchte ich doch ein anderes Bild in meinem Filmstreifen, der aber schon transformiert wurde. Also gehe ich wieder auf Inhalt bearbeiten und tausche das Bild. Der Bildertausch erfolgt unter Berücksichtigung aller Transformationen und Effekte.

Wenn ich erneut meinen Filmstreifen transformiere, erfolgt dies immer unter Neuberechnung vom Original in der PSB-Datei aus. Damit kann ich mein Bild auch nach 20 Transformationen ohne Berechnungsverluste verändern. Das ist wirklich toll, weil die Bilder immer von der Originalqualität her angezeigt werden. Wer jetzt auch noch eine Schwingung in den Filmstreifen bringen möchte, kann diesen einfach verkrümmen und die Bilder verkrümmen mit.
Hinweis: Die Spiegelung ist rein physikalisch gesehen nicht korrekt. Aber die korrekte Reflektion gefällt mir gestalterisch in diesem Beispiel einfach nicht. Dieser “Reflektionsknick” wirkt in meinen Augen optisch wie ein Bruch. Daher habe ich es in diesem Beispiel geradlinig durchgezogen, weil es mir so deutlich besser zusagt.
Diese Technik bietet sich gerade bei Designprodukten an, die regelmäßig aktualisiert/verändert werden. Fertig ist mein Fotofilmstreifen, den ich auf einfache Weise verändern kann.

Es empfiehlt sich, das Video-Training zu diesem Tutorial herunterzuladen:
Video-Tutorial: Filmstreifen mit Spiegelung und Transformation erstellen
Es gibt auch noch eine Aktion zum Download, die die Erstellung eines Filmstreifens mit deinen Bildern mit einem Klick beinhaltet: Download: Filmstreifen mit deinen Fotos
Die Photoshop-Workshop-DVD - Basics & Tricks ist ein außerordentlich umfassendes Grundlagen-Lehrwerk zum Erlernen von Photoshop. Sie erleben praktisches Know-how, beschleunigte Arbeitsweisen und einen fortgeschrittenen Workflow für Ihre Arbeit mit Photoshop.
Referenzkarte für Photoshop:
Zend Framework Entwicklung, Portale und Communities
Hey, finde das Tut sehr gut und es hat mir auch sehr geholfen. Habe es natürlich auch gleich umgesetzt und mir ist aufgefallen, dass man wunderbar auch einfach das ganze Rendern kann (ist dann zwar nicht mehr bearbeitbar im Sinne der Bilder, aber zum weiteren Einfügen finde ich es einfacher, weil das bei mir vorher nicht gepasst hat. Dann habe ich auch einfach den HG ausgeblendet bzw. gelöscht und die weiße Lochung gelöscht (da gerendert ists da drunter ja transparent) und so kann man das ganze auch wunderbar einfügen.
Nur mal so als anmerkung. Bin sehr zufrieden mit meinem ersten Versuch