Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

Tutorials 26. Februar 2011 – 0 Kommentare

Wofür kann ich die Hintergrundebene überhaupt verwenden? Es soll Funktionen in Photoshop geben, die ohne eine bestehende Hintergrundebene in der Ebenenpalette nicht funktionieren?! Und warum kann ich der Hintergrundebene keine Füllmethoden und Fülloptionen zuordnen?

Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

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Grundwissen zur Hintergrundebene

Ein Foto, das in Photoshop geöffnet wird, erscheint zunächst als Hintergrundebene in der Ebenenpalette – angezeigt in kursiv. Die Hintergrundebene ist immer die unterste Ebene im Ebenenbedienfeld und daher kann es auch nur eine Hintergrundebene geben und nicht mehrere. In diesem Tutorial wird ein bearbeitetes Bild von Fotolia genommen (© Lev Dolgatshjov – Fotolia.com).

In der Statusleiste stehen links die Dateigröße der Hintergrundebene und rechts die Dateigröße mit allen Ebenen berücksichtigt.

Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

Ein Foto wird immer als Hintergrundebene geladen, weil es nur aus einer einzigen Ebene besteht. So verhält es sich auch bei gescannten Bildern etc. Die Hintergrundebene kennt nur den Bildinhalt, aber keine Transparenzen. Nur wenige Formate kennen mehrere Ebenen (TIFF, PNG) und können Transparenzen berücksichtigen.

Mit Doppelklick auf die Hintergrundebene kann ich diese als eine normale Ebene einsetzen.
Tipp: Halte dabei die Alt-Taste gedrückt und das Dialogfenster mit den Einstellmöglichkeiten (Farbe, Name, Deckkraft, Modus) wird nicht angezeigt.

Eine Ebene kann wieder als Hintergrundebene eingesetzt werden über das Menü Ebene>Neu>Ebene aus Hintergrund.

Füllmethoden lassen sich auf Hintergrundebenen nicht anwenden, weil diese immer das Verhalten der Ebenen in Bezug auf die/der darunter liegende/n Ebenen beeinflusst. Und da die Hintergrundebene immer die unterste ist, können keine Füllmethoden angewendet werden. Erst wenn die Ebene als normale Ebene eingesetzt wurde, können Füllmethoden angewendet. Zwar steht diese Ebene dann nach der Umwandlung an unterster Stelle, kann aber jederzeit in der Reihenfolge geändert werden.

Die Deckkraft der Hintergrundebene kann nicht reduziert und einzelne Pixel auch nicht ausgeschnitten werden. Einige Funktionen – wie beispielsweise das Maskieren – gehen bei der Hintergrundebene ebenso nicht.

Dennoch: Es gibt auch Anwendungen, die nur funktionieren, wenn die Hintergrundebene vorhanden ist. An dieser Stelle ein Beispiel: Aussparungen in Ebenen.

Aussparungen in Ebenen oder: Wie wichtig ist die Hintergrundebene wirklich?

Der Effekt, den wir erstellen wollen, klappt nur, wenn eine Hintergrundebene vorhanden ist. Es gibt sicher noch einige andere Techniken, wie dieser Effekt erstellt werden kann, in denen die Hintergrundebene keine Rolle spielt. Bei dieser Technik ist die Hintergrundebene aber notwendig. Sonst klappt es nicht.

Aussparungen sind erweiterte Füllmethoden, mit denen die Pixel der oberen Ebene die darunter liegende ausspart, oder sinnbildlich gesagt: ausstanzt, durchbohrt, wegätzt, etc. Die Aussparung betrifft alle Transparenz-Ebenen. Da die Hintergrundebene keine Transparenzen kennt aber alle normalen Ebenen schon, wirkt die Aussparung nicht auf die Hintergrundebene.

Ich schreibe mit dem Textwerkzeug das Wort „Aussparung“. Die Textebene ist ganz oben positioniert.

Jetzt wähle ich mit Klick rechter Maustaste die Fülloptionen. Unter Erweiterte Füllmethode wähle ich bei Aussparung den Wert Leicht.

Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

Um den Aussparungseffekt hervortreten zu lassen, muss ich nur noch die Flächen-Deckkraft auf 0 reduzieren. Es erscheint der Hintergrund der Hintergrundebene. In diesem Beispiel habe ich der Textebene noch einen Schlagschatten gegeben, damit der Effekt besser sichtbar ist.

Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

Die Ebene mit der Textur direkt unter der Text-Ebene wurde durchbohrt. Ebenso die Einstellungsebenen. Wären weitere Ebenen zwischen der Hintergrundebene und der Textebene, so wären diese ebenfalls ausgespart worden.

Wenn es nur normale Ebenen und keine Hintergrundebene im Dokument gibt, wäre der Effekt der Aussparung folgender:

Hintergrundebene – was soll das Ganze überhaupt?

Die Aussparungs-Technik ist ein Beispiel, dass die Hintergrundebene für manche Funktionen wirklich wichtig ist.

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