Fünf Quickys für coole Typo-Effekte

Tutorials 25. Mai 2012 – 0 Kommentare

1. Retrokontureneffekt für Überschriften

Gerade für Flyer und Wallpaper lassen sich mit der Fülloption Schein nach außen sehr schnell kreative Retrokonturen erstellen.

Schritt 1: Text platzieren

Als Ausgangsbild nehme ich einen Strahlenhintergrund mit leicht gedrehtem Text. Der Text hat die Schriftart Eight Track in 300 Pt.

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Schritt 2: Fülloption ‚Schein nach außen‘ als Verlauf

Der Schein nach außen als Fülloption wird meist als heller oder dunkler Schein/Schatten verwendet. Photoshop bietet aber auch die Möglichkeit, statt einer Farbe einen Verlauf als Schein anzuwenden.

Bei Texten ergeben sich bei präziser Einstellung zahlreiche Kontureneffekte, die jeweils mit verschiedenen Füllmethoden variiert werden können. Dank der Verfügbarkeit und leichten Erstellung von passenden Verläufen ergibt sich eine nahezu unendliche Vielfalt an Kontureneffekten, die Schriften zart umranden oder psychedelisch-bunt einfassen können.

Die Größe im Fülloptionendialog gibt an, wie groß der Verlauf nach außen scheinen soll. Unterfüllen gibt an, wie stark der Effekt direkt beim Text wirken soll. Wichtig ist die Technik: Präzise.

Sehr schön: Unter der Vorgabe Spezialeffekte findet sich ein unterbrochener Verlauf, welcher für einen gelungenen Retroeffekt verwendet werden kann. Die Farben lassen sich auch prima anpassen. Wer es mag, kann auch die äußeren Konturen in der Transparenz auslaufen lassen.

Fertig ist der Retrokontureneffekt:

2. Ausgefranster Kontureneffekt für Überschriften

Ein ausgefranster Kontureneffekt kann in grungigen Flyern oder für Überschriften prima eingesetzt werden. Der Effekt an sich ist schnell gemacht.

Schritt 1: Text platzieren auf weißem Hintergrund

Der Hintergrund ist weiß. Ich schreibe mit dem Textwerkzeug die Buchstaben PSD in einer 600-Punkt Army.

Schritt 2: Buchstaben auswählen Die Buchstaben der Textebene wähle ich mit Strg und Klick auf die Ebenenminiatur der Textebene aus.

Schritt 3: Auswahl bearbeiten Über den Shortcut Strg+Alt+R öffne ich den Dialog Kante verbessern. Darin stelle ich für meine Auswahl eine Weiche Kante ein. Der konkrete Wert kann je nach Textgröße variieren.

Schritt 4: Neue Ebene erstellen und mit Farbe füllen Ich erstelle eine neue Ebene mit dem Shortcut Strg+Shift+Alt+N und fülle diese in einer beliebigen Farbe. Es wird nur der ausgewählte Bereich mit Farbe gefüllt.

Die Textebene kann ich deaktivieren und die Auswahl mit dem Shortcut Strg+D aufheben.

Schritt 5: In Smart-Objekt konvertieren Ich markiere die Buchstabenebene mit der Weichen Kante und die weiße Ebene und konvertiere beide Ebenen in ein Smart-Objekt.

Schritt 6: Smartfilter Aquarell dreimal anwenden Ich wende den Kunstfilter Aquarell dreimal auf mein Smart-Objekt an.

1. Durchgang

Pinseldetails: 6
Abdunklungsbereich: 0
Struktur: 2

Die Eingaben können auch hier je nach gewählter Farbe, Größe der weichen Kante und der Textgröße variieren.

2. Durchgang

Pinseldetails: 14
Abdunklungsbereich: 0
Struktur: 2

3. Durchgang

Pinseldetails: 11
Abdunklungsbereich: 0
Struktur: 2

Es zeigt sich bereits nach zwei Durchgängen, wie ein unregelmäßiger, ausgefranster Kanteneffekt entstanden ist. Mit dem dritten und einem etwaigen vierten Durchgang kann ich den Effekt bei Bedarf noch etwas feinoptimieren.

Und so lässt sich der Effekt gut als Textbestandteil zu grungigen Hintergründen einsetzen. Der hier gezeigte Hintergrund ist diesem Tutorial als Arbeitsmaterial angefügt.

In dieser Ansicht im Modus Dunklere Farbe mit 85 Prozent Deckkraft, der Hintergrund ist im Modus Normal mit ebenfalls 85 Prozent Deckkraft:

In der differenzierten Ansicht im Modus Differenz mit 100 Prozent Deckkraft, Hintergrund ist im Modus Normal mit 50 Prozent Deckkraft:

3. Einfacher Spiegelungseffekt in 3D-Optik

Ein einfacher Spiegelungseffekt für Schriften, der ohne großen Firlefanz auf sehr einfache Weise wirkt, entsteht in folgenden wenigen Schritten.

Bildquelle: Akhilesh Sharma – Fotolia.com.

Schritt 1: Spiegelbild als Muster festlegen

Der erste Schritt für diesen Effekt besteht darin, dass ich das Bild, welches sich innerhalb des Textes spiegeln soll, als Muster festlege. Das mache ich bei geöffnetem Bild über das Menü Bearbeiten>Muster festlegen.

Schritt 2: Text platzieren Ich platziere meinen Text mit einer 300-Punkt-Arial in meinem Dokument. Das Dokument hat eine Größe von 800×600 Pixel und einen schwarzen Hintergrund.

Schritt 3: Fülloption Kontur Ich öffne die Fülloptionen meiner Textebene und wähle das Register Kontur. Darin wähle ich als Füllart Muster und klicke auf das zuvor festgelegte Muster in der Mustervorschau.

Weitere Einstellungen:

Größe: 3 px
Position: Mitte
Skalierung: je nach Bedarf, also je nachdem,

wie groß das festgelegte Muster war; in diesem Fall 35 %

Mit der Maus kann ich im Bild das Muster noch ganz genau platzieren, wie ich es innerhalb des Textkontur angezeigt haben möchte. Die Einstellungen kann ich mit OK bestätigen.

Schritt 4: Fülloption als Ebene festlegen Mit Rechtsklick kann ich aus meinem Ebenenstil eine Ebene erstellen. Die Kontur ist nun in einer Ebene im Ebenenbedienfeld vorhanden. Ich platziere die Ebene unterhalb meiner Textebene.

Schritt 5: Fülloption Musterüberlagerung In den Fülloptionen zur Textebene wähle ich das Register Musterüberlagerung und rufe darin das zuvor festgelegte Muster auf. Über den Skalierungsregler verkleinere ich mein Muster, bis es von der Ansicht her passt. Mit der Maus kann ich das Muster im Bild noch ganz genau so platzieren, wie ich es innerhalb des Textes angezeigt haben möchte.

Schritt 6: Feintuning über die Kontur Damit der Effekt realistisch wirkt, verschiebe ich die Konturebene ein Stück nach unten und nach links mit den Pfeiltasten der Tastatur, sodass sich eine leichte 3D-Optik ergibt.

Nun kann ich, um noch etwas Glanz in die Spiegelung zu bringen, eine ZEILENUMBRUCH1 Pixel starke Kontur außen mit der Musterfüllung zur Textebene anlegen. Da die Kontur mit einem Pixel wirklich nur minimal stark ist, kann sie auch im oberen Teil des Textes angezeigt werden. Wenn der Effekt zu stark ist, einfach die Deckkraft noch ein Stück herunterregeln.

Das ergibt eine schöne weitere Lichtreflexion. Fertig ist ein einfacher Spiegelungseffekt in 3D-Optik.

4. Reflexionsverlaufseffekte in Texte und Formen

Vorab sei gesagt, dass ich zu diesem Tutorial inspiriert wurde von Scott Kelby, der diesen Effekt in seinem Buch „Scott Kelby: Photoshop CS4 ZEILENUMBRUCHDown & Dirty Tricks“ erklärt hat.

Scott Kelby hat die Erstellung des Effekts in 12 Schritten für zwei Buchstaben erläutert. Er ging folgendermaßen vor:

1. Text erstellen

2. Text rastern, auswählen und ersten Verlauf ziehen

3. Ebene duplizieren und Gegenverlauf ziehen

4. Verlauf zuschneiden über Ellipsenauswahl

5. Auswahl transformieren

6. Ausgewählten Verlaufsbereich umkehren und entfernen

7. Kontur hinzufügen

8. Abgeflachte Kante und Relief hinzufügen

9. -12. Schritte wiederholen für den zweiten Buchstaben

Der Effekt ist ein kleiner, netter Hingucker. Der Weg dahin lässt aber nur ein statisches Ergebnis zu. Der Text kann nicht verändert werden, weil er gleich zu Beginn gerastert wurde. Für jeden weiteren Buchstaben muss ich einen Großteil der Schritte wiederholen.

In meinem Tutorial möchte ich einen Weg zeigen, der eine weitere Veränderbarkeit des Textes offenlässt. Auch können mit diesem Effekt dann weitere Buchstaben schneller hinzugefügt werden.

Schritt 1: Verlauf erstellen

Um diesen Effekt auf eine schnellere Weise zu erstellen, lege ich mir den Doppelverlauf als Muster an. Daher öffne ich als Erstes in meinem Dokument mit der Größe 1000×600 Pixel das Verlaufsmenü, indem ich bei aktiviertem Verlaufswerkzeug (G) auf die Verlaufsvorschau in der Menüleiste klicke.

Ich lege jetzt den Verlauf an, welcher als Reflexion mit doppeltem Verlauf im Text platziert werden soll.

Der Verlauf hat folgende Anordnung:

Grau – Weiß – Schwarz – Grau

Fehlende Farbunterbrechungen füge ich mit Klick neben einer bestehenden Farbunterbrechung hinzu und platziere sie via Drag&Drop an die gewünschte Stelle. Die Farbe der Farbunterbrechung kann ich über den Farbwähler des Verlaufsmenüs ändern.

Der Übergang von Weiß zu Schwarz ist hart. Die Farbeimer sollten nicht deckend übereinanderstehen, sondern minimal versetzt. Sonst wird der Übergang später leichte Treppcheneffekte haben. Die Glättung von 30 Prozent sorgt dafür, dass auch der Verlauf in den grauen Bereich schön weich ist.

Bei Bedarf kann ich mir den neuen Verlauf auch in der Verlaufsvorschau hinterlegen, indem ich diesen mit einem beliebigen Namen als Neu deklariere. Anschließend bestätige ich meine Verlaufseinstellungen mit OK.

Schritt 2: Verlauf verkrümmen

Den Verlauf ziehe ich mit dem Verlaufswerkzeug von der unteren Dokumentmitte nach oben links.

Wegen des Bogens im Verlauf kann ich leider nicht alle Bearbeitungen allein über eine Verlaufsüberlagerung machen. Die Lösung ist, den Verlauf gebogen als Muster anzuwenden.

Mit Strg+T>Verkrümmen stelle ich nun eine leichte Verkrümmung ein, sodass der schwarze Übergang gebogen dargestellt wird. Dazu ziehe ich mein Verkrümmungsgitter leicht nach oben links.

Schritt 3: Verlauf als Muster festlegen Den gebogenen Doppelverlauf kann ich jetzt als Muster festlegen. Ich wähle dazu im Menü Bearbeiten>Muster festlegen. Der Name ist: Doppelverlauf mit Reflexion.

Schritt 4: Text platzieren Für das Dokument wähle ich einen neuen, dunkelroten Hintergrund. Nun kann ich meinen Text schon mit einer 530-Punkt- Army eingeben. Ich tippe den Buchstaben P.

Schritt 5: Musterüberlagerung Ich öffne die Fülloptionen meiner Textebene. Im Register Musterüberlagerung wähle ich in der Auswahlliste mein zuvor festgelegtes Muster aus.

Mit der Maus kann ich jetzt einfach in das Dokument gehen und intuitiv-direkt mein Muster an die gewünschte Stelle verschieben. Bei Bedarf kann ich mein Muster auch noch skalieren, falls es für den Buchstaben zu groß oder zu klein sein sollte.

Schritt 6: Kontur Im nächsten Register Kontur stelle ich eine 5 Pixel starke Kontur in der Position Außen ein. Die Füllart ist ein Verlauf.

Ich klicke in der Verlaufsvorschau auf die Standardvorgabe Silber aus den Metall-Vorgaben.

Die Kontur allein wirkt noch nicht so wie gewünscht. Erst mit der Abgeflachten Kante und Relief erscheint sie richtig metallisch.

Schritt 7: Abgeflachte Kante und Relief Für den 3D-Metallic-Effekt sorgen die Einstellungen im Register Abgeflachte Kante und Relief. Folgende Einstellungen wähle ich:

Stil: Reliefkontur

Technik: Abrunden

Tiefe: 100 Prozent

Größe: 5 Pixel

Schattierungswinkel und -höhe: 120 und 30 Grad

Glanzkontur: Doppelter Ring

Fertig ist der Effekt.

Schritt 8: Weitere Buchstaben Für weitere Buchstaben dupliziere ich einfach die Textebene, verschiebe sie an die gewünschte Stelle und ändere mit dem Textwerkzeug den jeweiligen Buchstaben in den neuen.

Bei Bedarf muss ich den Doppelverlauf nur noch im Register Musterüberlagerung an die Form des neuen Buchstaben anpassen.

Mag ich noch farbliche Akzente in meinem Verlauf, kann ich noch eine Farbüberlagerung im Modus Ineinanderkopieren in den Fülloptionen ein.

Das war es schon!

5. Geneigter Text mit Rahmen

Eine schöne Weiterentwicklung des vorangegangenen Reflexionsverlaufseffekts kann darin bestehen, dass ich meinem Text noch einen Rahmen gebe und den Rahmen mit Text in der Ansicht neige.

In diesem Beispiel wird nicht jeder einzelne Buchstabe eine extra Reflexion haben, sondern sich eine Reflexion mit den übrigen teilen; heißt: Die Buchstaben liegen nicht in Einzelebenen, sondern zusammen in einer Ebene.

Schritt 1: Rahmen hinzufügen

Ich ziehe mit dem Eigene-Form-Werkzeug (U) das Rechteck mit dünnem Rand aus den Standardvorgaben als Rahmen zu meinem Text auf.

Schritt 2: Ebenenstile kopieren Mit Alt ziehe ich via Drag&Drop die bestehenden Ebenenstile der Textebene auf die Rahmenebene. Damit habe ich die Ebenenstile für den Rahmen kopiert. Bei Bedarf passe ich die konkrete Position der Musterüberlagerung über die Fülloptionen noch einmal an, damit es in der Ansicht auch ordentlich wirkt.

Schritt 3: Beide Ebenen in Smart-Objekt konvertieren Ich markiere die Text- und die Rahmenebene im Ebenenbedienfeld und konvertiere diese in ein Smart-Objekt.

Schritt 4: Transformieren Ich wähle Strg+T bei meinem Smart-Objekt, um dieses zu transformieren. Mit Strg kann ich den linken oberen Eckpunkt etwas in die Mitte ziehen. Dadurch neigen sich Rahmen und Text.

Bei Bedarf kann ich auch noch die unteren Eckpunkte einzeln mit gehaltener Strg-Taste verschieben, um den neigenden Effekt noch zu verstärken. Mit Enter kann ich meine Transformation bestätigen.

Schritt 5: Platzierungstipp Wichtig ist, dass der Text den Rahmen hat, damit sich auch wirklich ein neigender bis kippender Eindruck ergibt. Der Text allein würde diesen Effekt nur bedingt erreichen.

Wenn ich mit der Platzierung noch eine besondere Wirkung erzielen möchte, dann platziere ich meinen Text mit Rahmen derart, dass nicht der gesamte Rahmen Platz im Dokument findet. Bei Bedarf muss ich das Dokument für diese Optik auch beschneiden. Dadurch entsteht der Eindruck von besonderer bildlicher Größe. Der Inhalt passt nicht in den Dokumentrahmen, er ist zu groß. Damit lässt sich im übertragenen Sinne Größe des Inhalts vermitteln. So hat beispielsweise der SPIEGEL auf dem Cover den Google-Namen so platziert, dass Google nicht ganz ins Cover gepasst hat. Das zeigte auf einfachste Weise anschaulich die besondere Größe und Macht von Google.

Das Video zu diesen Typo-Effekten findest Du hier.

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