Insbesondere bei Montagen und Composing
werden viele Ebenen anfallen. Bert Monroy, ein internationaler
Photoshop-Künstler, der fotorealistische Bilder generiert, hat
in seinen Bilder sogar über 1.000 Ebenen.
Da ist eine ordentliche Organisation
der Arbeit mit Photoshop hilfreich. Hier erfahrt ihr eine kleine
Organisationslehre für das Arbeiten mit Photoshop.

Beispiel eines Ebenenaufbaus aus einem Tutorial von Pavel Kaplun. Die Ebnen wurden benannt. Die Effekte wurde mit Einstellungsebenen erzeugt. Die Datei beinhaltet in der Ursprungsform über 100 Ebenen und „wiegt“ bei der Größe 30x40 cm und der Auflösung 300 dpi stolze 950 MB.
Zum Tutorial:
Das große Kino - Making of: Formula Femme Fatale
Worauf ist zu achten bei der Arbeit mit Ebenen - eine kleine Organisationslehre:
1. Ebenen immer benennen
Wenn es
absehbar ist, dass mehr als drei bis vier Ebenen die PSD-Datei haben
wird, sollten alle Ebenen mit einem Namen benannt werden. Der Name
sollte Auskunft über den Ebeneninhalt geben. Sinnvoll ist es aus
dreierlei Gründen. Erstens können Bildinhalte so klein
sein, dass durch die kleine Vorschau im Ebenenmanager der
Ebeneninhalt nicht ohne weitere zugeordnet werden kann. Zweites
entsteht ohne ordentliche Bezeichnungen ein Ebenenchaos, wenn sehr
viele Ebenen im Dokument verhanden sind. Und drittens gibt es außer
den klassischen Ebenen noch Formebenen, Füllebenen,
Ebenenmasken, Einstellungsebenen, etc. Da ist eine ordentliche
Benennung durchaus sinnvoll, um Bildinhalte schnell wieder zu finden.
2. Ebenengruppen anlegen
Wenn Dateien aus sehr vielen
Ebenen bestehen, ist es sinnvoll, thematisch oder inhaltliche
verwandte Ebenen in Gruppen zu ordnen. Vor der Version CS2 hießen
die Gruppen noch Sets. Mit den Ebenengruppen lässt sich optimal
Ordnung in den Ebenenmanager bringen. Einer Gruppe zugeordnete Ebenen
lassen sich schnell ein-/ausblenden, ausklappen etc. Auch können
Textebenen in eine eigene Gruppe angeordnet werden. Bei sehr
umfangreichen Dokumenten bietet es sich sogar an, Untergruppen in den
Gruppen anzulegen.
Wenn bestimmte Dokumente wechselnde
Inhalte wie Texte (Mehrsprachigkeit) oder Designelemente
(Mehrfarbigkeit) haben, können diese in ihrem Endergebnis ebenso
in Gruppen unterteilt werden. So benötigt der Anwender nur eine
PSD-Datei und kann darin mehrere verwandte Dokumente unterbringen.
3. Einstellungsebenen
Der Trend des nondestruktiven
Arbeitens setzt sich durch. Das heißt, dass sich die
Ursprungsbilder, zum Beispiel Fotos, als Hintergrundebene bestehen
bleiben. Alle Effekte werden über Einstellungsebenen erzeugt,
die jederzeit in ihrer Funktion und Wirkung veränderbar sind und
bleiben. Die Pixel des Ausgangsbildes bleiben erhalten. Der Effekt
wird durch eine Überlagerung mit der Einstellungsebene erzeugt.
Auch nach dem Speichern als PSD-Datei bleiben diese
Einstellungsebenen erhalten. Nach dem erneuten Öffnen bleiben
somit weiterhin alle Einstellungen variierbar. Dank der Anwendung von
Schnittmasken kann auch ganz genau der Bereich, wo diese Einstellung
auf eine Ebene wirken soll, bestimmt werden. Somit wirkt sich die
Einstellung nicht auf das Gesamtbild, sondern nur auf die bestimmte
Ebene aus.
4. Ebenenmasken
„Arbeitet hier eigentlich
jemand mit Ebenenmasken“, so die Frage bei einem Vortrag auf der
diesjährigen Photoshop-Convention. Nahezu alle Gäste des
Vortrags heben den Arm. So sollte es auch sein. Dank der Einführung
von Ebenenmasken können Ebenen in ihrem Inhalt bearbeitet
werden. Meist werden Masken für Freistellungen verwendet. Eine
Maske ist eine Art Doppelung oder Stellvertretung der Ebene, auf der
Maske werden jetzt (größtenteils) Freistellungstechniken
angewendet, die sich rechnerisch aber nicht auf die eigentliche Ebene
auswirken. Mit der Farbe schwarz lassen sich auf der Maske
stellvertretend die Pixel „ausblenden“ ohne gelöscht zu
werden. Der bestechende Vorteil besteht darin, dass normalerweise das
Radiergummiwerkzeug zum Löschen von Bildteile verwendet wurde,
was seit Einführung der Ebenenmasken nicht mehr nötig ist.
Die freigestellten Bildteile können jederzeit mit weißer
Farbe korrigiert und in den ursprünglichen Zustand gebracht
werden. Alle Bearbeitungen sind damit widerrufbar und
Bearbeitungsfehler auf leichte Weise heilbar. Eine Kombination von
Einstellungsebenen und Masken sind ebenso möglich und sinnvoll
in der Bearbeitung.
5. Smartfilter
Seit Photoshop CS3
gibt es Smartfilter. Zuvor war es so, dass Filter auf eine Ebene
gewirkt haben und die Filteranwendung nicht wirklich gut reparierbar
oder widerrufbar war. Mit den Smartfiltern können Filter auf
Ebenen angewendet werden. Dadurch bleiben diese – ähnlich wie
bei den Einstellungsebenen – jederzeit bearbeitbar. Die Filter
können verstärkt, gemildert oder ganz gelöscht werden.
Eine Änderung des angewendeten Filters ist somit jederzeit
möglich.



