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Kleine Organisationslehre in der Arbeit mit Photoshop – Teil 1: Ebenen
Geschrieben von Matthias am Montag, 08. Dezember 2008

Insbesondere bei Montagen und Composing werden viele Ebenen anfallen. Bert Monroy, ein internationaler Photoshop-Künstler, der fotorealistische Bilder generiert, hat in seinen Bilder sogar über 1.000 Ebenen.

Da ist eine ordentliche Organisation der Arbeit mit Photoshop hilfreich. Hier erfahrt ihr eine kleine Organisationslehre für das Arbeiten mit Photoshop. 


Beispiel eines Ebenenaufbaus aus einem Tutorial von Pavel Kaplun. Die Ebnen wurden benannt. Die Effekte wurde mit Einstellungsebenen erzeugt. Die Datei beinhaltet in der Ursprungsform über 100 Ebenen und „wiegt“ bei der Größe 30x40 cm und der Auflösung 300 dpi stolze 950 MB.

Zum Tutorial:
Das große Kino - Making of: Formula Femme Fatale




Worauf ist zu achten bei der Arbeit mit Ebenen - eine kleine Organisationslehre:

1. Ebenen immer benennen
Wenn es absehbar ist, dass mehr als drei bis vier Ebenen die PSD-Datei haben wird, sollten alle Ebenen mit einem Namen benannt werden. Der Name sollte Auskunft über den Ebeneninhalt geben. Sinnvoll ist es aus dreierlei Gründen. Erstens können Bildinhalte so klein sein, dass durch die kleine Vorschau im Ebenenmanager der Ebeneninhalt nicht ohne weitere zugeordnet werden kann. Zweites entsteht ohne ordentliche Bezeichnungen ein Ebenenchaos, wenn sehr viele Ebenen im Dokument verhanden sind. Und drittens gibt es außer den klassischen Ebenen noch Formebenen, Füllebenen, Ebenenmasken, Einstellungsebenen, etc. Da ist eine ordentliche Benennung durchaus sinnvoll, um Bildinhalte schnell wieder zu finden.

2. Ebenengruppen anlegen
Wenn Dateien aus sehr vielen Ebenen bestehen, ist es sinnvoll, thematisch oder inhaltliche verwandte Ebenen in Gruppen zu ordnen. Vor der Version CS2 hießen die Gruppen noch Sets. Mit den Ebenengruppen lässt sich optimal Ordnung in den Ebenenmanager bringen. Einer Gruppe zugeordnete Ebenen lassen sich schnell ein-/ausblenden, ausklappen etc. Auch können Textebenen in eine eigene Gruppe angeordnet werden. Bei sehr umfangreichen Dokumenten bietet es sich sogar an, Untergruppen in den Gruppen anzulegen.

Wenn bestimmte Dokumente wechselnde Inhalte wie Texte (Mehrsprachigkeit) oder Designelemente (Mehrfarbigkeit) haben, können diese in ihrem Endergebnis ebenso in Gruppen unterteilt werden. So benötigt der Anwender nur eine PSD-Datei und kann darin mehrere verwandte Dokumente unterbringen.

3. Einstellungsebenen
Der Trend des nondestruktiven Arbeitens setzt sich durch. Das heißt, dass sich die Ursprungsbilder, zum Beispiel Fotos, als Hintergrundebene bestehen bleiben. Alle Effekte werden über Einstellungsebenen erzeugt, die jederzeit in ihrer Funktion und Wirkung veränderbar sind und bleiben. Die Pixel des Ausgangsbildes bleiben erhalten. Der Effekt wird durch eine Überlagerung mit der Einstellungsebene erzeugt. Auch nach dem Speichern als PSD-Datei bleiben diese Einstellungsebenen erhalten. Nach dem erneuten Öffnen bleiben somit weiterhin alle Einstellungen variierbar. Dank der Anwendung von Schnittmasken kann auch ganz genau der Bereich, wo diese Einstellung auf eine Ebene wirken soll, bestimmt werden. Somit wirkt sich die Einstellung nicht auf das Gesamtbild, sondern nur auf die bestimmte Ebene aus.

4. Ebenenmasken
„Arbeitet hier eigentlich jemand mit Ebenenmasken“, so die Frage bei einem Vortrag auf der diesjährigen Photoshop-Convention. Nahezu alle Gäste des Vortrags heben den Arm. So sollte es auch sein. Dank der Einführung von Ebenenmasken können Ebenen in ihrem Inhalt bearbeitet werden. Meist werden Masken für Freistellungen verwendet. Eine Maske ist eine Art Doppelung oder Stellvertretung der Ebene, auf der Maske werden jetzt (größtenteils) Freistellungstechniken angewendet, die sich rechnerisch aber nicht auf die eigentliche Ebene auswirken. Mit der Farbe schwarz lassen sich auf der Maske stellvertretend die Pixel „ausblenden“ ohne gelöscht zu werden. Der bestechende Vorteil besteht darin, dass normalerweise das Radiergummiwerkzeug zum Löschen von Bildteile verwendet wurde, was seit Einführung der Ebenenmasken nicht mehr nötig ist. Die freigestellten Bildteile können jederzeit mit weißer Farbe korrigiert und in den ursprünglichen Zustand gebracht werden. Alle Bearbeitungen sind damit widerrufbar und Bearbeitungsfehler auf leichte Weise heilbar. Eine Kombination von Einstellungsebenen und Masken sind ebenso möglich und sinnvoll in der Bearbeitung.

5. Smartfilter
Seit Photoshop CS3 gibt es Smartfilter. Zuvor war es so, dass Filter auf eine Ebene gewirkt haben und die Filteranwendung nicht wirklich gut reparierbar oder widerrufbar war. Mit den Smartfiltern können Filter auf Ebenen angewendet werden. Dadurch bleiben diese – ähnlich wie bei den Einstellungsebenen – jederzeit bearbeitbar. Die Filter können verstärkt, gemildert oder ganz gelöscht werden. Eine Änderung des angewendeten Filters ist somit jederzeit möglich.


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Kleine Organisationslehre in der Arbeit mit Photoshop – Teil 1: Ebenen

Für den Inhalt der Kommentare sind die Verfasser verantwortlich.


  1. Cujo *  schreibt am 19.01.2009 20:57
    Gut und verständlich erklärt.l