Haare freizustellen ist eine der anspruchsvollsten Techniken in Photoshop. Die Schwierigkeiten bestehen darin, die Haare in ihren feinen Strukturen vom Hintergrund freizustellen. Diese sind nicht immer scharf im Bild, manchmal wirken sie halbtransparent und nehmen die Farbe vom Hintergrund auf. Dazu eignen sich die üblichen Auswahlwerkzeuge wie Lassowerkzeug, Farbbereichsauswahl etc. leider nicht. Zum Haarefreistellen eignen sich dennoch mehrere Techniken, die je nach Motiv (Haartyp) und weiterer Verwendung zu einem guten Ergebnis führen können. In diesem Video-Training möchte ich das Haarefreistellen über Kanäle vorstellen. Diese Technik ist optimal bei Bildern, in denen die Haare sehr detailliert und in genügender Schärfe mit einer sichtbaren Differenz zum Hintergrund freigestellt werden sollen. Bildquelle: Giorgio Gruizza @ Fotolia.com HINWEIS: Das ist das Video-Training Teil 1 eines achtteiligen Kompendiums zum Freistellen von Haaren. Zum 237-seitigen Kompendium als PDF-Download.
Alle Videos der Serie sind auch kompakt auf einer Lern-DVD erhältlich.
In diesem Tutorial möchte ich anhand mehrerer Beispielbilder zeigen, wie einfach die Freistellung von Haaren mit dem Hintergrund-Radiergummi gelingen kann.
Seit Photoshop CS3 gibt es den Hintergrund-Radiergummi, der zwar destruktiv freistellt, aber die Freistellung von filigranen Details an sich so einfach wie noch nie zuvor gestaltet.
Bildquellen: Giorgio Gruizza, pitrs, Deklofenak @ Fotolia.com
In diesem Tutorial möchte ich zeigen, wie Füllmethoden für das Freistellen von Haaren genutzt werden können.
Je nach Motiv und weiterer Bearbeitung kann ich mir das Freistellen von Haaren vereinfachen, indem ich den neuen Hintergrund mit dem bestehenden Bild verrechne. Die Möglichkeiten dieser Verrechnung sind nicht zu unterschätzen. Sie ist abhängig von drei Faktoren: der Farbe/Helligkeit des ursprünglichen Hintergrundes, der Farbe/Helligkeit des freizustellenden Motivs (der Außenbereich Haare) und der Farbe/Helligkeit des neuen Hintergrundes. Wer das Funktionsprinzip der Verrechnungen verstanden hat, kann sehr schnelle und fantastische Ergebnisse erzielen. In diesem Teil möchte ich zeigen, wie Füllmethoden für das Freistellen von Haaren genutzt werden können. Dabei werde ich nicht allgemein auf die Ebenenmodi eingehen, sondern nur im speziellen Zusammenhang mit den Verrechnungen von Haaren und Hintergrund.
Bildquelle: Giorgio Gruizza, pitrs, Deklofenak, Ben Heys, T.Tulic, Ontario Ltd @ Fotolia.com

Im Folgenden möchte ich nicht auf das exakte Freistellen an sich eingehen, sondern auf das simulierte Freistellen, sodass das Ergebnis am Ende trotz schwieriger Ausgangsbedingungen perfekt wird.
Hier geht es um das Brushen, Zeichnen und Wischen von Haaren, die trickreiche Freistellung über eine Haarsimulationsauswahl, das Anlegen von Haarpinselvorgaben und Kopierquellen zur Korrektur von Freistellungsfehlern, die destruktiven und non-destruktiven Techniken zum Beheben von Farbsäumen und das Akzentuieren von Haarrändern über Freistellungsduplikate in veränderten Ebenenmodi.
Bildquellen: Giorgio Gruizza, Aleksey Ignatenko, Trout, Sorin Popa, Uschi Hering, Can Balcioglu, T.Tulic

Standardmäßig ist in der Optionsleiste bei aktiviertem Pipette-Werkzeug (I) ein Aufnahmebereich von 1 Pixel festgelegt. Das ist, um sich Farben aus einem Bild zu ziehen, nicht der günstigste Wert. Besser ist es, den Aufnahmebereich auf mindestens 3×3 Pixel Durchschnitt zu erhöhen.
Im Bild zeigt sich, wie stark bei einem anscheinend sehr einfach gehaltenen braunen Bild die Farbe variieren kann, wenn der Aufnahmebereich erhöht wird. Das ist das Ausgangsbild bei 100 Prozent.

Ein kleiner Beschleunigungstrick bei der Anpassung der Deckkraft ist es, diese numerisch über die Tastatur einzustellen. Zur Deckkraftänderung einer Ebene drücke ich einfach die entsprechenden Zahlen auf der Tastatur.
1 bedeutet 10 Prozent Deckkraft, 2 sind 20 Prozent Deckkraft usw. Schnelle Eingaben wie 6 und 6 ergibt 66 Prozent Deckkraft. Wird die Zahl zusammen mit der Shift-Taste gedrückt, verändert sich der Fläche-Wert.
Für das Ebenen-Bedienfeld gilt:
• Zahleneingabe: Deckkraftänderung
• Zahleneingabe + Shift: Flächeänderung
Hier gibt es übrigens ein Tutorial, das den Unterschied zwischen Deckkraft und Fläche erklärt.
Wichtig: Die numerische Änderung der Deckkraft im Ebenenbedienfeld funktioniert nur, sofern kein Malwerkzeug aktiviert ist, das selbst Deckkraft- oder Belichtungseinstellungen hat. Denn in diesem Fall wird die numerische Eingabe zur Folge haben, dass sich in diesem Werkzeug in der Optionsleiste die Deckkrafteinstellung ändert.
Das hat den großen Vorteil, dass ich beim Brushen mit dem Pinsel-Werkzeug numerisch sehr schnell die Deckkraft anpassen kann. Mit Zahleneingabe + Shift kann ich den Fluss variieren.

Kennt ihr auch den hin und wieder auftretenden Bug, dass sich ein Inhalt in der Zwischenablage nicht von einem neuen Inhalt überschreiben lässt und beim Einfügen von neuen kopierten Inhalten immer wieder nur der alte Inhalt eingefügt wird?
Ich meine beispielsweise nach dem Betätigen der Druck-Taste (bei einigen Tastaturen auch Print-Taste) für den Bildschirmscreenshot, dass dann dennoch nicht der Screenshot in Photoshop eingefügt wird, sondern ein älterer Zwischenablageninhalt. Einfach nervig, dieser sporadische Bug, oder?
Bisher habe ich dann immer gespeichert und Photoshop geschlossen. Nach dem Neustart war die Zwischenablage leer und ich konnte normal Screenshots in Photoshop einfügen. Der Bug taucht ja nur manchmal auf. Woran es liegt? Keine Ahnung.
Auf jeden Fall gibt es in Photoshop eine ganz einfache Möglichkeit, die Zwischenablage zu löschen. Schaut einfach mal im Menü Bearbeiten>Entleeren>Zwischenablage.

So einfach kann es manchmal sein. Die Lösung des Problems findet sich in den Grundfunktionen von Photoshop. Kommt dieser Bug vor, einfach über das Menü Bearbeiten die Zwischenablage leeren. Ergo: Nie wieder Photoshop wegen dieser Sache neustarten. Cool!
Gerade für Webdesigner ist es ein herbe Enttäuschung, dass es in Adobe Photoshop nicht möglich ist, Dateien mit der Endung *.ico zu speichern. Das Ico-Format wird unter Windows für Datei-Icons verwendet oder im Web, um in der Adressleiste des Browsers kleine Icons (auch Favicons genannt) zur aktuellen Webseite darzustellen.
In der Regel werden für diesen Zweck Online-Generatoren zur Hilfe genommen, um z. B. JPGs oder PNGs in das Ico-Format umzuwandeln.
Dieser umständliche Zwischenschritt muss allerdings nicht sein, denn es gibt die Möglichkeit, Photoshop über ein kostenloses Plug-In so zu erweitern, dass es die kleinen 16×16 Pixel-Bilder im Ico-Format speichern kann.
Etwas, das ich in Photoshop vermisse, sind die aus InDesign und Illustrator bekannten Bedienfelder zum duplizierenden Transformieren von Elementen. In Photoshop begnügen wir uns mit der Optionsleiste und dem ansonsten intuitiven Transformieren direkt am Element über die Maus. Vor allem die Möglichkeit, die Transformation kopierend anzuwenden, macht die Erstellung von Ornamenten dank des Kopieren-Buttons in InDesign und Illustrator sehr leicht, wie hier am Beispiel der Urkundenornamente veranschaulicht wird.

Es gibt aber eine Möglichkeit, diesen Befehl auch in Photoshop auszuführen.
Eine Kleinigkeit im Ebenenaufbau kann dazu beitragen, dass die Dateigröße um mehr als 25 Prozent reduziert wird. Um welchen Trick es sich handelt, seht ihr im Tutorial.

Referenzkarte für Photoshop:
Webdesign Darmstadt