Fireworks vs. Photoshop – wer besser JPG- und PNG-Dateien komprimiert

Gerade bei Webbildern wie einem Header kommt es darauf an, dass die JPG-Dateien möglichst klein sind, um einerseits selbst Dateitraffic zu sparen und andererseits für Besucher ohne Breitbandverbindung einen schnellen Seitenaufbau zu gewährleisten. JPG-Bilder lassen sich in der Qualität beim Speicherprozess variieren und sind damit nicht verlustfrei. PNG-Dateien hingegen werden verlustfrei komprimiert. Welches Programm kann die Dateigröße geringer halten – Photoshop oder Fireworks?

Fireworks vs. Photoshop – wer besser JPG- und PNG-Dateien komprimiert

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Bei JPG-Dateien werden während der Dateikompression Pixelinformationen reduziert. Das verringert je nach Qualitätseinstellung die Dateigröße, ist aber für das Bild ein destruktives Verfahren.

Die Dateigröße kann von Programm zu Programm durchaus unterschiedlich sein. Als natives Dateiformat hat Fireworks zwar PNG, doch ein Dateiexport zum JPG-Format ist auch in Fireworks möglich. Im direkten Vergleich von Fireworks und Photoshop bei der JPG-Kompression wird sichtbar, dass Photoshop die gleiche Qualität wie Fireworks nur unter erheblichem Dateigrößenzuwachs schafft. Fireworks ist damit für JPG-Bilder die erste Empfehlung. Die Verfahrensweise zur Dateikompression gelingt Fireworks einfach besser. Eine Technik, die (vermutlich) noch von Macromedia herrührt.

Beispiel:

Ein normales Bildschirmfoto (Bildquelle aus dem Voting zum 2. Beauty-Retusche-Battle auf PSD-Tutorials.de mit einem Bild von ah-photo) habe ich in Photoshop und in Fireworks eingefügt.

JPG
In beiden Programmen habe ich für JPG eine Qualitätsstufe von 80 Prozent genommen. In Fireworks wird das Bild unter dem Menü Datei>Exportieren (Strg+Shift+R) und dem Dateimenüpunkt Nur Bilder als eine JPG-Datei exportiert. In Photoshop habe ich das Bild über das Menü Datei>Für Web und Geräte speichern als JPG gespeichert sowie unter Datei>Speichern unter… mit Qualitätsstufe 10, was in etwa einer Qualitätsstufe von 83 Prozent entspricht. Folgendes kam dabei heraus:

Fireworks vs. Photoshop – wer besser JPG- und PNG-Dateien komprimiert

Bei Fireworks war die Auflösung 72 dpi. Ebenso beim normalen Speichern unter Photoshop. Bei Web-Speichern in Photoshop wurde die Auflösung 100 ppi automatisch generiert – zumindest laut Anzeige von Adobe Bridge. In Photoshop wird dagegen weiterhin 72 dpi angezeigt.  Festzustellen ist, dass Fireworks bei gleicher Qualitätsstufe bei Bildern eine signifikant kleinere Dateigröße ausgibt als Photoshop. Selbst wenn man eine Toleranz von 10 Prozent wegen der Differenz von 80 Prozent Qualität und 83 Prozent Qualität (unter der Qualitätsstufe 10 beim Speichern unter Photoshop) nimmt, schlägt Fireworks Photoshop um Längen. Beide Dateigrößenwerte nähern sich erst an, wenn in Photoshop die Qualitätsstufe 8 gewählt wird. Das entspricht etwa 66,6 Prozent Qualität. Dann hat die JPG-Datei in diesem Beispiel eine Größe von 240 kb – sie ist damit immer noch ein wenig größer, aber von der Qualität her sichtbar schlechter. Warum ist das so? Der Hintergrund besteht darin, dass Fireworks als Grafikprogramm für Webanwendungen konzipiert ist und daher große Teile der Metadaten nicht in der JPG berücksichtigt. Dadurch wird die Dateigröße bei JPGs kleiner. Ähnlich ist es, wenn ich in Photoshop eine JPG auf “normalen” Weg speichere oder “Für Web und Geräte speichere”. Bei letzterem ist auch die Dateigröße kleiner.

PNG
Spaßeshalber habe ich in beiden Programmen auch die Dateien als PNG gespeichert. Die Kompression in PNG verläuft verlustfrei. Dort zeigte sich, dass Fireworks die Dateien erheblich größer speichert als Photoshop. Das liegt aber an der Bittiefe. Während in Photoshop die voreingestellte Bittiefe 24 beträgt, ist sie bei Fireworks 32. Sie enthält noch Metadaten für die Arbeit in Fireworks und die gespeicherten Dateien sind somit eher als Arbeitsdateien für Fireworks denn als reine Bilddateien zu betrachten.

Fireworks vs. Photoshop – wer besser JPG- und PNG-Dateien komprimiert

Fazit:

Unterschiede bei nahezu gleichen Qualitätseinstellungen sind am Bildschirm keine zu erkennen. Wenn JPG-Dateien gespeichert werden sollen und es dabei auf eine möglichst hohe Bildqualität und niedrige Dateigröße ankommt, ist Fireworks die erste Wahl. Bei gleicher Qualität sind die Dateien nahezu nur halb so groß verglichen mit der Dateikompression über Photoshop. Bei PNG-Dateien als reine Bildformate bietet es sich weiterhin an, die Kompression – in diesem Beispiel ohne die Berücksichtigung spezieller Kompressionsfilter (None, Sub, Up, Average und Paeth) – mit Photoshop durchzuführen, weil Photoshop die Bilder verglichen mit Fireworks in nahezu die halbe Dateigröße komprimiert.

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