Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Smart-Objekte sind eine der nützlichsten Neuerungen der Version CS2 von Adobe Photoshop; Smartfilter wurden in CS3 ins Programm aufgenommen. Dank dieser Technik ist es nicht nur möglich, jederzeit Filter zu variieren, sondern auch im Original-Smart-Objekt Veränderungen vorzunehmen, die sich dann im Dokument unter Berücksichtigung bisher erfolgter Transformationen wiederfinden.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

In diesem Tutorial möchte ich erklären, wie verkrümmte Bildelemente schnell getauscht werden können dank der Anwendung eines Smart-Objekts. Als Beispiel habe ich eine Konservendose, auf deren Etikettfeld ein Bild platziert werden soll. In diesem Tutorial wird Bildmaterial von Fotolia.de verwendet (Bildquelle: Georg Dieter @ Fotolia.com).

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Generelles zu Smart-Objekten

Seit Photoshop CS2 gibt es die Arbeit mit Smart-Objekten, die mit den Smartfiltern in CS3 optimal ergänzt wurde. Dadurch eröffnen sich für den Anwender vielfältige Möglichkeiten zum non-destruktiven Arbeiten, weil Bilder in Designs eingebunden werden können und jederzeit bearbeitbar bleiben. Besonders häufig werden Smart-Filter eingesetzt, damit angewendete Filter variierbar bleiben. Wenn eine Ebene zu einem Smart-Objekt konvertiert wird, bettet Photoshop die zugrunde liegende Datei – etwa ein Foto – in die PSD-Datei ein. Dadurch wird die PSD-Datei entsprechend aufgebläht. Photoshop greift damit bei Änderungen aber nicht mehr auf die Originaldatei zu, sondern immer auf das eingebettete Smart-Objekt. Änderungen beim Original-Smart-Objekt werden in den temporären Dateien als .psb-Datei (Großes Dateiformat) gespeichert. Werden Inhalte im Original-Smart-Objekt ersetzt, bleiben alle Transformationen (Verkrümmungen etc.) und Ebenenstile erhalten. Bei Bearbeitungen in der .psb-Datei, also dem Original-Smart-Objekt, sind weitere Ebenen jederzeit möglich. Damit lassen sich etwa Fotos und Texte kombinieren, die dann nach dem Speichern in der PSD-Datei mit den bestehenden Effekten aktualisiert werden. Im Photoshop-Dokument scheint das Smart-Objekt aus einer Ebene zu bestehen, während in der PSB-Datei viele Ebenen angelegt sein können.

Grundgedanken zur Montage

Das Bild, das im Etikettfeld platziert wird, soll austauschbar und variierbar bleiben. Daher empfiehlt es sich, das Etikettfeld mit einer Form genau in der Größe zu definieren und die Form als Smart-Objekt zu konvertieren. Im Original-Smart-Objekt wird dann das Bild platziert, das sich wiederum sofort in der Anzeige im Dokument widerspiegelt.

Etikettfeld definieren

Ich ziehe mit dem Rechteck-Werkzeug (U) einen Rahmen im Feld der Konserve. Ich klicke mit rechter Maustaste in der Ebenenpalette auf die Ebene und konvertiere diese in ein Smart-Objekt. Die Deckkraft habe ich vorab auf 60 Prozent reduziert.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Anschließend wähle ich Strg+T mit der Auswahl Verkrümmen.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Nun kann ich über die Seiten und Eckpunkte das Rechteck derartig verkrümmen, dass das Etikettfeld voll von der ursprünglichen Rechteck-Form eingenommen wird.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Ich bestätige die Verkrümmung mit Enter. Mit Klick rechter Maustaste auf die Smart-Objekt-Ebene wähle ich Inhalt bearbeiten.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Nun öffnet sich die .psb-Datei zum Smart-Objekt. Alle Veränderungen, die ich jetzt vornehme und anschließend mit Speichern – der Speicherort liegt in den temporären Dateien – bestätige, werden sofort in der Photoshop-Datei umgesetzt.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Bild einsetzen

Ich platziere, nachdem ich die Deckkraft wieder auf 100 Prozent erhöht habe, in der .psb-Datei das Bild, das das Etikett schmücken soll.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Diese Verfahrensweise besticht dadurch, dass ich hier die volle Wahl bei der Platzierung habe. Bildteile können über den Dokumentrand hinausgehen und bleiben dennoch erhalten. Bei Variationen können diese wieder ins Dokument rücken. Hätte ich statt der Rechteck-Form gleich das Bild genommen zum Verkrümmen, müsste ich das Bild umständlich mit einer Ebenenmaske oder mit einem Beschnitt bearbeiten. Weitere Bearbeitungen in der Platzierung würden dadurch schwieriger werden.

Das Bild wird in die Größe skaliert, wie es auf dem Etikett gezeigt werden soll. Anschließend speichere ich die Bearbeitung des Smart-Objekts.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

In meinem Photoshop-Dokument befindet sich nun das Etikett mit dem Bild in der Verkrümmung, wie ich die Rechteck-Form transformiert habe. Alle Transformationen und Effekte bleiben erhalten! Die Füllmethode ändere ich auf Multiplizieren, damit die Verdunklung an den Konservenrändern hervortritt.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Möchte ich jetzt noch einen Schriftzug hinzufügen, der ebenso verkrümmt sein soll, bearbeite ich wieder den Inhalt des Smart-Objekts. Dort erstelle ich eine neue Ebene, schreibe den gewünschten Text und speichere.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Im Photoshop-Dokument ist nun der Schriftzug enthalten und sogleich gekrümmt – wie es sein soll.

Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch

Der Text und das Bild bleiben jederzeit bearbeitbar. Wenn das Bild nicht das richtige ist, kann ich einfach ein anderes in der .psb-Datei platzieren, und dieses wird sofort nach dem Speichern in der PSD-Datei angezeigt. Weitere Texte sind jederzeit einfügbar. Das Original-Smart-Objekt kann beliebig viele neue Ebenen aufnehmen, die dann im PSD-Dokument mit den Transformationen und Effekten angepasst werden. Einzig die Dateigröße der PSD-Datei steigt.

Kleiner Exkurs-Tipp: In diesem Verständnis der Smart-Objekte können diese auch zur Ebenenhierarchie eingesetzt werden. Bei besonders großen Dokumenten, in denen auch in Gruppen noch viele zusammengehörige Ebenen vorhanden sind, kann ich diese zu einem Smart-Objekt konvertieren. Das ergibt Sinn, wenn die zusammengehörigen Ebenen in der Regel nicht mehr weiter bearbeitet werden sollen, aber dennoch die Möglichkeit dafür erhalten bleiben soll. Wenn die PSD-Datei an weitere Bearbeiter gegeben wird, werden diese sich über eine übersichtliche Dokumenthierarchie freuen. Hinweis: In diesem Tutorial geht es rein um die Technik. Es erhebt keinerlei Anspruch auf grafische Gestaltung.

Ein Video-Tutorial,  in dem alle Schritte genau am Bildschirm erklärt werden, gibt es hier zum Download:
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