Bilder in Webqualität nachträglich und sinnvoll schärfen

Aufgenommene Fotografien werden für Kunden, für das private Fotoalbum oder für das Portfolio nahezu high-end-retuschiert mit der gesamten Klaviatur der Möglichkeiten und als Printdatei ausgegeben. Unter den Techniken ist dann auch meist das Nachschärfen des Bildes vorhanden.

Werden die Bilder dann online in einer Webgalerie oder in einem Online-Portfolio gezeigt, erhält der Betrachter meist nur einen Abklatsch des Originals. Eigentlich schade … denn bei der Verkleinerung der Bilder auf Webformat geht neben der Qualität auch immer der Schärfegrad ein bisschen verloren.

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Tipp: Die fertigen Bilder auf Webformat verkleinern und anschließend noch einmal nachschärfen. Und das am besten mit dem Hochpass-Filter. Wie es geht, zeige ich hier:
Das auf Webgröße verkleinerte Bild wird über geänderte Ebenenfüllmethoden mit Anwendung des Hochpass-Filters geschärft. Für dieses Tutorial habe ich ein Bild von Fotolia.de gewählt (Bildquelle: © SDS Studio – Fotolia.com). Ich dupliziere als Erstes meine Ebene über das Menü Ebene>Ebene duplizieren.

Bilder in Webqualität nachträglich und sinnvoll schärfen

Die duplizierte Ebene konvertiere ich in ein Smart-Objekt mit Klick rechter Maustaste auf die Ebenen>In Smart-Objekt konvertieren. Dadurch kann ich den angewendeten Filter jederzeit variieren. Anschließend wende ich den Hochpassfilter an über das Menü Filter>Sonstige Filter>Hochpass. Der Radius sollte bei den Webbildern zwischen 0,3 und 1,2 liegen. Das dürfte genügen. In der Vorschau sind die Konturen des Bildes leicht zu sehen.

Bilder in Webqualität nachträglich und sinnvoll schärfen

Nun ändere ich die Füllmethode in Ineinanderkopieren. (In älteren Versionen heißt diese Füllmethode auch Überlagern).

Wenn bei einem Wert von 0,8 Radius – wie hier verwendet – noch kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wurde, dann ist es hilfreich, die Ebene einfach zu duplizieren. Dann wirkt die Schärfe noch intensiver. Falsch dagegen ist, einfach den Radius-Regler hochzuziehen. Ab einem bestimmten Radius bei Webbildern fängt der Effekt an, sich ins Gegenteilige auszuwirken und das Bild wird eher unscharf. Nun ist das Bild viel schärfer: Die Struktur der Steine im Vordergrund und das Glas wirken auf den Betrachter viel besser als zuvor.

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