Neue Funktionen in Photoshop CS6: Freistellungswerkzeug und Perspektivisches Freistellungswerkzeug

Beim Freistellungswerkzeug hat sich in Photoshop CS6 einiges getan. Das Werkzeug kann nun Freistellungen direkt aus vorher getroffenen Auswahlen vornehmen. Die Optionen zum Werkzeug wurden ausgebaut. Und es ist auch ein Werkzeug hinzugekommen: das ‘Perspektivische Freistellungswerkzeug’.

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Beim Freistellungswerkzeug hat sich auch ordentlich was getan.

Freistellen durch vorher getroffene Auswahlen

Wenn du Auswahlen im Bild hast, kann das Freistellungswerkzeug diese für den Freistellungsrahmen berücksichtigen.

Du kannst so beispielsweise sehr einfach ein Dokument auf Pixel zugeschnitten freistellen. Einfach mit Strg ein Klick in die Ebenenminiatur und mit Aktivieren des Freistellungswerkzeuges erhältst du genau den Freistellungsrahmen zugeschnitten auf die Pixelgrenzen.

 

Neue Seitenverhältnisse

Du brauchst jetzt nur noch das Seitenverhältnis (Höhe x Breite) bei den Eingabefeldern eingeben, aber nicht mehr die Auflösung bzw. ein festes Ausgabemaß. Neben der Auswahl kannst du den Freistellungsrahmen auch speziell nach Seitenverhältnissen ausgeben lassen. Da gibt dir Photoshop die wesentlichen Seitenverhältnisse als Vorgabe.

 

Mit dem Shortcut X lässt sich das Seitenverhältnis drehen, wofür dir auch ein Icon zur Verfügung steht. Über den Shortcut R kannst du direkt ein Wunschmaß mit Größe und Auflösung für die Freistellung definieren.

 

Neue Überlagerungen zur Orientierung

Neben den bestehenden Überlagerungen – der Drittel-Regel und dem Raster – wurden weitere Überlagerungen – Diagonal, Dreieck, Goldener Schnitt, Goldene Spirale, – als Überlagerungsvorgabe ergänzt. Diese helfen dir, auch beim Beschnitt auf bestimmte Gestaltungsregeln zu achten.

 

Außerhalb liegende Pixel löschen

Neu ist in Photoshop CS6 auch die Checkbox, um beim Beschneiden von Bildern außerhalb liegende Pixel nicht zu löschen. Standardmäßig war es bis Photoshop CS5 immer so, dass nach der Freistellung die außerhalb liegenden Pixel weg waren. Das hat immer schon ein wenig genervt. Nun ist die Standardeinstellung, dass die außerhalb liegenden Pixel im Dokument verbleiben.

Als Beispiel, warum ich mir etwa diese Funktion schon lange gewünscht habe, möchte ich einen Werbebanner anführen. Wenn mir etwa Stefan einen Banner vorbereitet hat und ich einen anderen Schnitt bei der Typografie wähle, kann es sein, dass ich das Motiv ein Stück verschieben muss. Ärgerlich war es dann immer, wenn das Motiv genau auf die Dokumentgrenzen freigestellt wurde.

Wie hier zu sehen beim Banner für ein Training von Tom Krieger: Beim Verschieben taucht schon der nächste Banner von einer darunterliegenden Ebene auf.

 

Dank dieser Checkbox kann ich mir nun die außerhalb liegenden Pixel auch beim Freistellen bewahren, um später auch jederzeit noch Verschiebungen der Ebene vorzunehmen. Hier in der Vorschau sieht man den Ebenenbereich, der trotz Freistellung erhalten bleibt.

 

Freistellungsoptionen

In den Freistellungsoptionen kannst du einstellen, ob du den Classic-Modus verwenden willst. Der gibt dir den Look, wie er auch in CS5 bekannt war. Auch kannst du die außerhalb liegenden, also von der Freistellung abgedeckten, Pixel mit verminderter Deckkraft einblenden lassen. Aktiviere dazu einfach die Checkbox Freistellungsabdeckung aktivieren. Dann kannst du Deckkraft und Farbe deinen Bedürfnissen entsprechend anpassen.

 

Horizonte begradigen direkt über das Freistellungswerkzeug

In Photoshop CS6 hat jetzt auch das Freistellungswerkzeug eine Gerade-ausrichten-Funktion. Während bereits in der Vorversion das Linealwerkzeug oder auch der Objektkorrektur-Befehl über eine eigene Gerade-ausrichten-Funktion verfügten, gibt es diese nun endlich auch im Freistellungswerkzeug. Der Vorteil hier ist, dass du in einem Rutsch die Ausrichtung und Freistellung vornehmen kannst.

Das Icon mit dem Wasserwaage-Symbol ist das neue Gerade-ausrichten-Werkzeug. Mit diesem ziehe ich mir eine vertikale Linie im Bild. Ich orientiere mich in diesem Beispiel an der Hauswand. Ich erhalte auch gleich den Drehwinkel in der Infobox angezeigt. Mit Loslassen der linken Maustaste dreht sich mein Bildinhalt sogleich.

 

Das Ergebnis weist dann an den Seiten Transparenzflächen auf. Kein Problem: Das Bild wird einfach freigestellt mit dem Freistellungswerkzeug – und fertig!

 

Perspektivische Freistellungen

Was in Photoshop CS5 eine Funktion des Freistellungswerkzeuges war, ist nun in ein eigenes Werkzeug eingegangen: das Perspektivische Freistellungswerkzeug.

Als Beispiel habe ich hier eine Mauertextur, die ich perspektivisch freistellen möchte, damit sie im Anschluss auch optimal kachelbar und für Hintergründe oder 3D-Texturierungen optimal einsetzbar ist.

Mit dem Perspektivischen Freistellungswerkzeug kannst du einen Rahmen aufziehen und mit den Eckpunkte die Fluchtlinien eines Bildes definieren.

 

Mit der Freistellung wird so ein Motiv perspektivisch freigestellt. Dazu nach dem Aufziehen und Festlegen des Rahmen einfach Enter drücken.

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