Animationen in Adobe Photoshop CS6 erstellen

Du kannst in Adobe Photoshop eigene Animationen erstellen. Du kannst damit Bilder zum Leben erwecken. Wie das Ganze funktioniert, zeige ich dir in diesem Tutorial.

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Damit du in Adobe eine Animation von einem Objekt (oder einen kleinen Videoschnitt) erstellen kannst, ist es angebracht, sich im Vorfeld eine entsprechende Arbeitsdatei mit Objekten anzulegen, die animiert werden sollen.

Du kannst dann den eigens voreingestellten Arbeitsbereich von Adobe Photoshop für Bewegung aufrufen.

Es gibt zwei verschiedene Animationsleisten: eine Videozeitleiste und eine Frame-Animation. Zunächst beschäftigen wir uns mit der Videozeitleiste. Diese enthält die Ebenen und eine Zeitleiste, in der verschiedene Einstellungen vorgenommen werden können.

Diese Leiste basiert auf sogenannten Keyframes – also Schlüsselmarkierungen. Jede Markierung in der Zeitleiste steht für eine Aktion bzw. für ein Event, das an der markierten Stelle stattfinden soll.

Diese Leiste erinnert stark an das verwandte Produkt Adobe After Effects, das für Animationen ausgelegt wurde. In Adobe Photoshop werden diese Funktionen etwas beschnitten angeboten. Du kannst beispielsweise Objekte animieren, indem du diese bewegst. Damit diese Bewegung aufgezeichnet wird, musst du zunächst die Stoppuhr aktivieren.

Jetzt werden die Aktionen der Bewegung aufgezeichnet. Sobald du das Objekt bewegst, wird die aktuelle Position an der Markierung in der Zeitleiste neu gespeichert. Das funktioniert jedoch nicht, wenn du dich am Anfang der Zeitleiste befindest. Du würdest lediglich einen neuen Startpunkt festlegen.

Gehst du aber in der Zeitleiste weiter und versetzt die Zeitleistenmarkierung, wird die neue Position des Objektes an dieser Stelle mit einem neuen Keyframe markiert.

So kannst du das Objekt in der Position mehrfach verändern und genau bestimmen, an welcher Stelle und zu welcher Zeit sich ein Objekt im Projekt befinden soll.

Beginnst du mit einem neuen Projekt, werden alle Ebenen bzw. Objekte mit der gleichen Dauer in der Zeitleiste angelegt. Du kannst daher keine neuen Markierungen setzen, die über diese Animationslänge hinausgehen.

Da es sich jedoch um Standbilder handelt, kannst du die Darstellungsdauer manuell verändern. Bei Videotakes wäre die Videolänge als limitierender Faktor bestimmend. Um ein Objekt zu verlängern, musst du es lediglich am hinteren, seitlichen Ende anfassen und auf die gewünschte Länge strecken. Du erhältst dazu stets die Zeitinformationen, die dir die Animationslänge anzeigt.

Für eine Bewegtbildaktion ist es nicht zwingend erforderlich, dass alle Objekte die gleiche Länge aufweisen. Möchtest du beispielsweise einem Objekt nur eine kurze Beteiligung an der Animation einräumen, kannst du dieses auch verkürzt darstellen.

Hast du Ebenen angelegt, die mithilfe von Masken abgebildet werden, so erhältst du beim Versuch, diese zu animieren, eine Warnmeldung. Du musst entweder die Maske animieren oder die Ebenen rastern.

Jede Ebene in der Zeitleistenansicht enthält im rechten Bereich ein kleines Dreieck, das weitere Funktionen beinhaltet.

Je nach ausgewählter Aktion erhältst du weitere optionale Einstellungsmöglichkeiten.

Hast du eine dieser Aktionen auf eine Ebene angelegt, wird der Effekt auf der Zeitleiste durch die gesetzten Keyframes sichtbar.

Neben einer typischen Bewegung eines Objektes kannst du auch das Erscheinungsbild ändern, indem du beispielsweise einen Stil bzw. eine Stilveränderung während der Animation voreinstellst.

Du kannst zum Beispiel lebendigere Farben erzeugen, indem du eine Farbüberlagerung oder einen Verlauf integrierst, der sich in die Animation mischt.

Je nach aktueller Zeitmarkierung wird die Veränderung an der aktuellen Stelle als neuer Keyframe mit diesen Eigenschaften festgehalten.

Lassen wir nun diese kleine Animation ablaufen …,

… werden diese Änderungen im Laufe des Abspielprozesses sichtbar.

Hast du anstatt statischer Objekte beispielsweise Videoclips in das Projekt integriert, kannst du diese mithilfe weiterer Werkzeuge einkürzen, indem du sie beschneidest.

Außerdem kannst du über eine zusätzliche Schaltfläche Übergangseffekte zwischen den einzelnen Videotakes anzeigen lassen und dich für eine Variante entscheiden.

Es stehen weitere Bedienfelder zur Verfügung, mit deren Hilfe du nicht nur Objekte bzw. die Animation abspielen kannst. Im unteren Fensterbereich kannst du beispielsweise einen Einblick in die Animationslänge und Framerate nehmen.

Außerdem kannst du den fertigen Film exportieren lassen.

Das Video wird dann mit verschiedenen Einstellmöglichkeiten, die du im Vorfeld editieren kannst, als MP4-Datei ausgegeben. Hier kannst du auch ersehen, wie viele Einzelframes Photoshop für diese Filmerstellung rendern muss.

Klickst du in der Zeitleistenansicht ganz links unten auf die Schaltfläche mit den drei Vierecken, wechselst du zur Frameanimationsleiste und musst gegebenenfalls vorher noch den Warndialog bestätigen.

In dieser Ansicht werden die Zustände der Ebenen einzeln abgebildet – also Frame für Frame einzeln.

Damit das Ganze an dieser Stelle nicht zu kompliziert wird, beginnen wir am besten mit einer leeren Leiste und schauen uns das Projekt zunächst etwas genauer an. Dieses besteht aus einigen Ebenen, die eine Szene abbilden.

Es wurde ein Hintergrund definiert, der mit einem Farbverlauf überzogen wurde.

Dann kamen noch auf einer separaten Ebene Wolken hinzu.

Eine Sonne und Häuser ergänzen diese Szene und sind im Grunde alles, was diese Animation benötigt.

Diese Ebenen werden nun in einem Ebenenset abgelegt. Dazu legst du dir am besten zwei Ordner an. In den ersten kommen alle originalen Ebenen, in den zweiten Ordner Kopien dieser Ebenen. Zusätzlich solltest du diese Ordner umbenennen, damit du diese im späteren Verlauf besser auseinanderhalten kannst.

In der 90-Grad-Ordnerstruktur wurden alle Elemente mit Ausnahme der Häuser um 90 Grad nach rechts verdreht, wobei der Mittelpunkt dieser Drehung in der Bildmitte unten lag.

Über das Neu-Symbol in der Frameanimationsleiste erstellst du eine neue Frameebene und gleich noch einmal für einen zweiten Animations-Zustand. Jeder Frame zeigt nur die jeweils aktivierten, sichtbaren Ebenen an. Für den ersten Zustand definierst du also die Originalebenen und für den zweiten Zustand blendest du die um 90 Grad gedrehten Ebenen ein, indem du einfach das Augensymbol aktivierst oder deaktivierst. Du erhältst dadurch zwei Zustände.

Jeder Animationszustand kann unterschiedlich lang abgespielt werden. Du änderst die Verweildauer des aktuellen Frames, indem du die Zeiteinstellung abänderst. Das funktioniert auch bei mehreren markierten Objekten gleichzeitig.

Damit zwischen dem ersten und dem zweiten Zustand der Animation kein abrupter Wechsel stattfindet, kannst du sogenannte Zwischenframes einfügen.

Im Dialogfeld kannst du nun entscheiden, ob diese vor oder nach einem aktiven Frame bzw. zwischen den gerade aktivierten Frames eingefügt werden sollen. Zusätzlich kannst du hier festlegen, wie viele Zwischenframes eingefügt und welche Parameter für die Neuberechnung berücksichtigt werden sollen.

Sind diese Eingaben vorgenommen worden, füllt Photoshop die Zwischenbereiche auf und berechnet Deckkraft, Position und Farbe der Objekte neu.

Du kannst in der Animationsleiste festlegen, wie oft eine Animation wiedergegeben werden soll.

Im Animationsfenster befindet sich oben rechts ein kleines Dreieck, mit dessen Menüeinträgen du weitere Verfeinerungen an der Animation vornehmen kannst.

So kannst du unnötige Zwischenergebnisse ausfiltern und die Ausgabedatei verkleinern.

Letztlich kannst du auch über diesen Dialog zurück zur Zeitleistenansicht wechseln. Photoshop berechnet daraufhin das Ausgabeergebnis neu.

Nachdem du das Projekt verfeinert hast, kannst du dieses ausgeben und in externen Videoplayern abspielen.

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