Inhaltsbasiert verschieben-Werkzeug, Reparatur-/ Bereichsreparatur-Pinsel-/Ausbessern-Werkzeug

Eine sehr nützliche Funktion zum Entfernen von Bildstörungen ist der Reparaturpinsel bzw. Bereichsreparaturpinsel sowie das Ausbessern-Werkzeug. Wie jedes dieser drei Werkzeuge funktioniert, wird hier erklärt. Das neue Werkzeug 'Inhaltsbasiert verschieben' werde ich in diesem Tutorial ebenfalls beleuchten.

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Es gibt in Adobe Photoshop verschiedene Korrekturwerkzeuge, mit deren Hilfe du Bildbereiche ausbessern kannst. Zu diesen Werkzeugen zählt auch das Reparatur-Pinsel-Werkzeug.

Folgende Optionen stehen mir oben zur Verfügung:

Modus
Legt die Füllmethode fest. Ich wähle die Option Normal oder Ersetzen, um beim Verwenden eines Pinsels mit weichen Kanten Rauschen, Filmkörnung und Struktur an den Kanten des Malstrichs zu erhalten.

Quelle
Legt die Quelle für die Pixelreparatur fest. Die Quelle wird aufgenommen, um Pixel aus dem aktuellen Bild oder Muster zu verwenden. Wenn ich mich für Muster entschieden habe, muss ich ein Muster im Popup-Bedienfeld auswählen.

Ausger.
Pixel werden fortlaufend aufgenommen, der aktuelle Aufnahmepunkt geht nicht verloren, selbst wenn ich die Maustaste loslasse. Deaktiviere ich die Option Ausgerichtet, werden die aufgenommenen Pixel jedes Mal, wenn ich das Malen unterbreche und erneut beginne, wieder vom ersten Aufnahmepunkt verwendet.

Aufnehm.:
Aufgenommene Daten von den Ebenen, die ich angebe. Ich wähle Aktuelle und darunter, um die Daten von der aktiven Ebene und den sichtbaren Ebenen darunter aufzunehmen. Ich wähle Aktuelle Ebene, um nur von der aktuellen Ebene aufzunehmen. Wenn ich von allen sichtbaren Ebenen aufnehmen möchte, wähle ich Alle Ebenen.

Wenn ich von allen sichtbaren Ebenen außer den Einstellungsebenen aufnehmen möchte, wähle ich Alle Ebenen und klicke neben dem Popup-Menü Aufnahme auf das Symbol Einstellungsebenen ignorieren.

Ich kann nun mit der gedrückt gehaltenen Alt-Taste zunächst einen Referenzpunkt auswählen, der dann auf meine Zielstelle eingefügt wird. Nachdem dieser Referenzpunkt ausgewählt wurde, kann ich mit dem Pinsel über die Schadstelle malen.

Ich kann dabei einzelne Striche auftragen oder ganze Flächen einzeichnen. Während des Zeichenvorgangs wird zunächst die grobe Struktur des Quellobjektes auf diese Stellen aufgezeichnet.

Nachdem der zu korrigierende Bereich eingezeichnet wurde und die linke Maustaste gelöst ist, beginnt Photoshop mit der Berechnung der neuen Struktur und fügt diese in diesen Bereich ein.

Du kannst statt der originalen Strukturen auch Muster auf ausgewählte Stellen im Bild einzeichnen. Du musst dazu lediglich in der Eigenschaftsleiste diese Option aktivieren und ein Muster aus der Galerie auswählen.

Hast du ein Muster ausgewählt, lässt es sich mit dem Pinsel auf die gewünschten Hautstellen aufmalen.

Auch in diesem Fall wird Adobe Photoshop diese Stellen miteinander verrechnen und einen Mix aus Auftrag und Original realisieren.

Der Reparaturpinsel kann darüber hinaus noch einige Dinge mehr, die du jedoch erst nutzen kannst, nachdem du einige weitere Einstellungen vorgenommen hast. Das Dialogfeld für die erweiterten Kopiereinstellungen befindet sich direkt neben dem Eingabefeld für die Pinselspitzengröße.

In diesem Feld kannst du beispielsweise festlegen, ob das aufzutragende Objekt bzw. der aufzutragende Bereich gespiegelt werden soll.

Ist diese Option aktiviert, wird das Duplikat spiegelverkehrt auf den neuen Platz aufgetragen. Wichtig zu wissen ist, dass der Zeichenvorgang an einem Stück vorzunehmen ist, da sonst bei jedem Loslassen und neu Betätigen der linken Maustaste der Kopiervorgang vom Quellpunkt aus neu beginnt.

Das gespiegelte Objekt schaut dann so aus:

Über die gleichen Optionen kannst du aber nicht nur Objekte spiegeln, sondern diese auch verdreht – also mit einem Winkelversatz versehen – auf die neue Stelle auftragen. Es empfiehlt sich, für diese Art der Kopie eine extra Ebene anzulegen, auf die du nach der Startpunktaufnahme wechselst, um darauf zu zeichnen. Somit erhältst du dir die Originalebene und veränderst das Originalbild nicht.

Jetzt komme ich zum Bereichsreparatur-Pinsel-Werkzeug. Dieses Werkzeug ist vorrangig dazu gedacht, Bildbereiche anhand ihrer benachbarten Bildinformationen auszubessern.

Es gibt auch für diese Reparaturoption einige optionale Möglichkeiten der Einstellung, die sich im Grunde mit dem vorgenannten Werkzeug decken. Einige Optionen sind jedoch nur hier zu finden. Du kannst festlegen, auf welche Art diese Reparatur erfolgen soll:

Näherungswert
Verwendet die Pixel um die Kante der Auswahl, um einen geeigneten Bildbereich zum Ausbessern zu finden. Wenn diese Option nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, aktiviere ich die Option Struktur erstellen.

Struktur erstellen
Verwendet alle Pixel in der Auswahl, um eine Struktur für die Korrektur des Bereichs zu erstellen. Wenn die Struktur nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, ziehe ich ein zweites Mal über den zu korrigierenden Bereich.

Der Modus eröffnet dir wiederum die verschiedenen Varianten der Bildverrechnung. Hier werden für die meisten Anwendungsfälle der Modus Normal und Ersetzen die geeignetsten Varianten darstellen.

Du kannst mit diesem Werkzeug direkt auf die zu korrigierende Stelle aufzeichnen, ohne zuvor einen Quellpunkt bestimmen zu müssen.

Photoshop berechnet daraufhin die Zwischenwerte der Pixel und füllt diesen Bereich neu auf. Je nach Ergebnis kannst du einen Bereich auch mehrfach übermalen.

Selbst größere Flächen stellen kein Problem dar und können ausgebessert werden.

Ein weiteres Werkzeug unter den Korrekturwerkzeugen ist das Ausbessern-Werkzeug. Auch hier kannst du in den Optionen zunächst auswählen, ob du eine normale Verrechnung der Pixel wünschst oder den Fokus eher darauf legst, die Inhalte der Pixelbereiche zu erhalten.

Über die optionalen Schaltflächen Quelle und Ziel legst du fest, ob die erste Auswahl, die du triffst, die Quelle für die Reparaturen oder das Ziel für diese darstellen soll.

Damit du diese Reparaturoption nutzen kannst, musst du zunächst einen Bereich mit der Lassoauswahlfunktion dieses Werkzeuges markieren.

Nach dem Verschieben auf den Zielbereich erfolgt auch hier wieder die Verrechnung der Pixelinformationen auf Basis des ausgewählten Bereiches.

Die unter dem Drop-down-Auswahlfeld befindlichen Anpassungsmodi kannst du, solange die Auswahl noch aktiv ist, durchklicken und den geeignetsten Modus auswählen.

Du hast hier eine Live-Vorschaufunktion.

Eine der wesentlichen Neuerungen in Adobe Photoshop ist das Inhaltsbasiert verschieben-Werkzeug. Du kannst damit einen beliebigen Bereich aus dem Bild auswählen …

… und diesen beispielsweise an eine neue Stelle im Bild verschieben.

Adobe Photoshop errechnet jetzt die neue Position und den zu füllenden Bereich und ersetzt die fehlenden Pixel des Quellobjektes.

Du kannst verschiedene Verrechnungsmodi aus einer Liste auswählen.

Eine andere Option in diesem Werkzeug ist es, Objekte im Bild zu verschieben und das Original an seiner Position zu belassen.

Du kannst damit Duplikate des Objektes anfertigen und auf eine neue Position im Bild verschieben.

Photoshop berechnet die neue Position und integriert das Objekt in die Arbeitsfläche.

Diese Berechnung kannst du auch auf einer neuen Ebene vornehmen lassen, indem du das Objekt auswählst, eine neue Ebene erstellst und das Objekt danach verschiebst. Die Kopie wird auf dieser neuen Ebene angelegt.

Das letzte Werkzeug beschäftigt sich mit dem Entfernen der roten Augen in Fotografien. Du wählst einfach den zu korrigierenden Bereich aus.

Photoshop berechnet dann die neuen Pupillen.

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