Füllwerkzeug, Verlaufswerkzeug und Texturfüllungen

In Adobe Photoshop kannst du auf verschiedene Farbfüllfunktionen zugreifen. Wie diese funktionieren und mit welchen Werkzeugen du deine Projekte farblich umgestalten kannst, erkläre ich in diesem Tutorial.

Bildquelle:

© illustrart – Fotolia_22765690_S.jpg-Fotolia.com
ribbon with blank tag © electriceye #27198541.jpg-Fotolia.com

Wir empfehlen:
Photoshop-Video-Training - Basics & Tricks

Füllwerkzeug (G)

Mit dem Füllwerkzeug ist es möglich, Flächen und Auswahlen zu füllen. Dazu wähle ich über den Farbwähler eine Farbe aus und kann dann in das Dokument klicken und die gesamte Ebene wird gefüllt. Ziehe ich vorab eine Auswahl, wird nur dieser Bereich mit der Farbe gefüllt.

Wenn ich Auswahlen gezogen habe, kann ich deren Füllung auch mit dem Tastaturbefehl Alt+Rücktaste vornehmen. Dann wird die Auswahl mit der eingestellten Vordergrundfarbe der Werkzeugpalette gefüllt. Möchte ich die Hintergrundfarbe des Farbwählers als Füllfarbe wählen, klicke ich Strg+Rücktaste. Für diese Tastenkürzel muss das Füllwerkzeug nicht aktiviert sein.

Ich kann auch das Dialogfenster Fläche füllen direkt öffnen, wenn ich die Kombination Shift-Taste+Rücktaste wähle. Dann öffnet sich das Dialogfenster und ich kann die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Mit der Farbpipette, die ich über die Alt-Taste erreiche, kann ich jederzeit eine Farbe aufnehmen, sowohl innerhalb des Photoshop-Fensters als auch außerhalb.

Die so aufgenommene Farbe kann ich nun meinem ausgewählten Bereich mithilfe des Farbeimers oder der Tastenkombination für die Vordergrundfarbe zuweisen.

Es gibt in der Eigenschaftsleiste einige Optionen zum Einstellen des Farbeimerverhaltens und Eigenschaften. Du kannst dich zunächst dafür entscheiden, ob du eine Farbe oder ein Muster auftragen möchtest, kannst den Stil festlegen, mit dem diese auf die Flächen aufgetragen werden sollen, oder die Deckkraft und die Toleranz bestimmen.

Das Häkchen in der Option Benachbart sorgt dafür, dass alle Bildbereiche, die diese Farben haben, gesondert gefüllt werden müssen. Der Toleranzwert bestimmt den Umfang, den Photoshop als Fläche identifizieren soll. Hier wurde nicht die gesamte Farbfläche eingefärbt.

Ein niedriger Wert umfasst weniger benachbarte Bereiche, ein höherer Wert sorgt für eine großzügige Betrachtung. Ist der Haken bei Benachbart ausgeschaltet, kann ich ganze Farbflächen im gesamten Bild gleichzeitig umfärben.

Der Toleranzwert bestimmt auch hier, in welchem Umfang diese Färbung vorgenommen werden soll. Möglich ist ein maximaler Wert von 255 Stufen.

Wählst du vor dem Färben einen geeigneten Modus aus der Liste, kannst du interessante Effekte erstellen.

So lässt sich beispielsweise die Transparenz oder der Farbverlauf eines Bildes beim Umfärben berücksichtigen, wenn du den Modus auf Farbe oder Farbton umstellst und das Objekt danach einfärbst.

Diese Technik lässt sich auf viele Bilder anwenden.

Du kannst jedoch auch Flächen mit Mustern befüllen und so für Strukturen im Bild sorgen. In der Eigenschaftsleiste befindet sich ein Drop-down-Auswahlfeld mit den voreingestellten Mustern. Du kannst über das Zahnrad in diesem Feld auch andere Mustergalerien laden und auf dein Bild anwenden. Die Texturen werden solange aneinandergekachelt, bis die Fläche gefüllt wurde. Das gilt nur bei gleichmäßigen Flächen – strukturierte Flächen unterliegen wieder der Toleranz.

Das Verlaufswerkzeug (G)

Mit dem Verlaufswerkzeug kann ich Verläufe, d. h. Farbübergänge in Bildern generieren. Das Verlaufswerkzeug befindet sich im Untermenü des Füllwerkzeugs. Ich wähle es an und kann mich zunächst aus den Vorlagen für einen Verlauf entscheiden.

Im Optionsmenü der Verläufe finden sich diverse weitere Verläufe-Vorgaben, die ich den bestehenden anfügen kann. Jeden Verlauf kann ich individualisieren, indem ich die Verlaufsminiatur anwähle.

Die Verläufe besitzen an der Unterseite die Farbregler, die mit Farben belegt werden können. Ich kann diese in ihrer Position verschieben. Farben kann ich zudem entfernen, wenn ich diese Quadrate nach unten wegziehe.

Genauso kannst du auch Farben hinzufügen, indem du einfach an eine beliebige Stelle unterhalb des Verlaufsbalkens klickst.

Unterhalb des Verlaufsbalkens kannst du die Deckkraft einstellen.

Du kannst Unterbrechungen hinzufügen oder transparente Bereiche im Verlauf schaffen.

Es gibt zwei Verlaufsarten: Durchgängig oder Rauschen. Der Letztere wird oft in Zusammenhang mit der Darstellung von gebürstetem Metall verwendet.

In der Menüleiste zum Verlaufswerkzeug finden sich verschiedene Verlaufsarten. Neben der klassischen linearen Verlaufsform gibt es weitere wie den Radialverlauf, den Verlaufswinkel, den reflektierten Verlauf und den Rauteverlauf. Die gebräuchlichsten sind der lineare und der Radialverlauf.

Farbeinstellungen und Verläufe kannst du deinen Objekten jedoch auch über die Ebenenstile zuweisen, die du mithilfe eines Doppelklicks auf die Ebene erreichst.

Der Nachteil besteht jedoch darin, dass du nicht partiell das Bild einfärbst, sondern stets vollständig. Abhilfe kann hier nur eine Ebenenmaske oder eine Auswahl schaffen, die bestimmte Bildbereiche abgrenzt.

Neu in Adobe Photoshop CS6 ist die Funktion, 3D-Ebenen mit Texturen zu füllen.

Du kannst aus voreingestellten Texturen wählen und sowohl die 2D-Fläche als auch die Extrusion – also die Tiefenfläche – getrennt voneinander mit einer Textur befüllen.

Wir empfehlen:
Camera Raw-Video-Training

Unsere Empfehlung für dich

Photoshop für Einsteiger & Aufsteiger

Photoshop für Einsteiger & Aufsteiger

Du möchtest deine Bilder und Fotos bearbeiten, darin einzelne Elemente auswählen und entfernen, bestimmte Effekte erzeugen oder Retuschen durchführen und bei all dem das Programm verwenden, das als Flaggschiff der Bildbearbeitung gilt?!

  • Photoshop für Anfänger: 46 Lektionen in einem 5,5-stündigen Video-Tutorial von Gabor Richter
  • Verschaffe dir Überblick: Menüs und Funktionen, die für deinen Einstieg wichtig sind
  • Verstehe das Prinzip von Ebenen und Masken, lerne alle für dich relevanten Werkzeuge und Filter kennen
  • Inklusive: 35 Übungsdateien zum Mitmachen und zum praktischen Lernen

Zum Training