Zeichenstift-Werkzeug in Photoshop

Der Zeichenstift, in älteren Versionen auch als Pfad-Werkzeug bekannt, gehört zu den frühen, doch unentbehrlichen Werkzeugen in Photoshop. Vor allem Bildobjekte mit klaren Konturen lassen sich mit diesem Tool besonders gut freistellen.

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1.1. Das Zeichenstift-Werkzeug

Eines der Werkzeuge, welches man sich am wenigsten aus Photoshop wegdenken kann, ist das Pfad- beziehungsweise Zeichenstift-Werkzeug in der Werkzeugkiste mit all seinen Kameraden. Wir benötigen als Erstes das Zeichenstift-Werkzeug, also die erste Option.

Man nennt es Zeichenstift-Werkzeug und dennoch wird damit ein Pfad gelegt. Noch ist der zugehörige Bereich im Bedienfeld leer, denn wir haben noch keinen Pfad angelegt. Das wird sich jedoch gleich ändern.

Nun könntet ihr natürlich sagen: “Den Pfad gibt es schon recht lange. Es gibt doch einige intelligentere, mitdenkende Werkzeuge, die einem das Leben erleichtern.” Das ist schon richtig, bezogen auf dieses einfache Beispiel.

Stellt euch doch mal vor, das Blau bestünde aus einem unruhigen Blau aus mehreren Blautönen vor einem anderen Hintergrund, der ebenfalls aus Blautönen bestünde. Dann könnte Photoshop die Objekt-Konturen nicht mehr differenzieren. Ihr als denkende Menschen könnt das schon. Darum ist der Pfad so wertvoll, denn das Zeichenstift-Werkzeug überträgt euer Sehen direkt auf das Objekt. Somit ist man nicht darauf angewiesen, dass Photoshop Farben, Konturen und Kontraste erkennt.

So, nun zeige ich euch mal, wie man am besten mit dem Zeichenstift-Werkzeug arbeitet. Voraussetzung ist, dass der Pfad aktiv ist.

Ich beginne nun oben an der Ecke. Es geht noch nicht darum, pixelgenau zu treffen. Es geht nur darum, möglichst genau zu arbeiten.

1.2. Ankerpunkte setzen

Also setze ich oben einen sogenannten Ankerpunkt und schon haben wir den Arbeitspfad auf der rechten Seite eingefügt. Ich kann nun mit der Maus hin- und herfahren, das Gummiband führt immer zum letzten Ankerpunkt.

1.3. Navigation

Auch kann ich mit gedrückter Leertaste das Objekt weiterbefördern. Das Symbol für das Zeichenstift-Werkzeug verwandelt sich kurzfristig in eine Hand, ist jedoch sofort wieder da, wenn ich die Leertaste loslasse. Mit dieser Hand kann ich das Bild verschieben, ohne umständlich Scroll-Leisten betätigen zu müssen. Damit kann man prima navigieren.

Solange ich keine weiteren Tasten betätige, kann ich einfach den nächsten Ankerpunkt setzen …


… und den nächsten und den nächsten, … So ist es recht einfach, gerade Linien zu ziehen.

1.4. Punkte setzen

Jetzt könntet ihr natürlich auch weiter Pünktchen für Pünktchen setzen. Diese Technik habe ich schon häufig gesehen. So kann man natürlich nach und nach auch eine Kurve beschreiben.


Dabei werdet ihr aber irre. Wir machen das rückgängig und ich zeige euch einen besseren Weg.

1.5. Tangente

Nun schaut mal: Diese Kurve kann ich durch das Setzen und Ziehen des Ankerpunktes bekommen. Es entsteht ein Punkt in der Mitte und zu diesem Punkt gehören zwei weitere Punkte an den Enden der Tangente.

Machen wir mal weiter. Wieder genau das Gleiche: klicken, festhalten und ziehen. So bekomme ich die Kurve mit viel weniger Ankerpunkten hin. Die Linien sehen schicker aus, da sie nicht so krakelig daherkommen.

1.6. Korrekturen

Manchmal stellt man fest: So ganz richtig ist es nicht, da ist eine Delle oder Beule. Der Abstand der Punkte war vielleicht etwas zu groß. Also zurück und einen kleineren Abstand wählen.

1.7. Kurven

So, nun ziehe ich weiter. Und nun seht ihr, wenn ich schon mal eine Kurve gezogen habe, dass der nächste Pfad auch eine Kurve ist.

Nun kommt ein gerades Stück und danach wieder eine Kurve. Ich klicke nun so, dass die Kurve angepasst wird. Jetzt seht ihr, dass die Pfad-Kurve nicht ganz bis nach unten reicht.

1.8. Anfasser verschieben

Also schnappe ich mir hier diesen Anfasser mit gedrückter Alt-Taste und ziehe die Kurve noch ein bisschen nach unten.

1.9. Punkte verschieben

So, nun seht ihr, dass die Pfad-Kurve bis nach unten reicht. Nun muss dieses Pünktchen noch etwas verschoben werden.

Dafür nehme ich nun die Strg-Taste und schiebe den Punkt ein wenig nach innen auf das Blaue zu und habe so auch diese Kurve gemeistert.

Das alles erfordert ein klein wenig Übung, das ist sicherlich richtig. Aber wenn ihr das Freistellen mit dem Pfad erst mal beherrscht, seid ihr fein raus.

Also, ich stelle fest: Pfad viel zu ausgebeult, dann zurück, die Alt-Taste festhalten und die Beule beseitigen. Anschließend mit Strg diesen Punkt ein klein wenig versetzen und schon sieht das viel besser aus.

1.10. Pfad schließen

Auf diese Art und Weise kommt man sehr langsam vorwärts. Also, wenn ihr ein wenig Übung mit dem Pfad-Werkzeug habt, dann seid ihr sehr, sehr schnell. Vor allem könnt ihr dann so arbeiten, dass ihr jederzeit alles freistellen könnt, was klare Konturen hat.

Jetzt bin ich wieder am oberen Punkt angekommen und klicke noch einmal – ihr seht das kleine Kreis-Symbol in der Markierung – damit ist der Pfad geschlossen.

Und ihr seht im Bedienfeld Pfade den sogenannten Arbeitspfad. Das kleine Icon stellt genau den Pfad dar, den wir gerade „gepfadet“ haben.

1.11. Gummiband

Noch ein wichtiger Tipp für alle diejenigen, die versucht haben, bis hierhin nachzuarbeiten oder das noch vorhaben: Vielleicht habt ihr festgestellt, dass euch das Gummiband fehlt.

Das Gummiband hat nicht jeder von Anfang an. Die Einstellung findet ihr unter dem Zahnrad. Mit aktiviertem Gummiband habe ich eine Vorschau über den Verlauf des Gummibandes und Standort des nächsten Punktes. So kann ich mich viel besser an der Form des freizustellenden Objektes orientieren.

So, das ist das grundsätzlich Wichtigste am Arbeiten mit dem Zeichenstift-Werkzeug. Wenn ihr das beherrscht, seid ihr ein ganzes Stück weiter. Aber nun schauen wir uns mal an, wie das Ganze in der Praxis aussieht.

2.1. Fenster der Tupolew

In diesem Beispiel wollen wir uns mal ansehen, wie man sinnvoll mit dem Zeichenstift-Werkzeug arbeitet. Zunächst einmal holen wir uns das Zoom-Werkzeug und zoomen an ein Fenster näher heran. Die Aufgabe besteht darin, die Fenster dieser alten Tupolew freizustellen bzw. leerzumachen (mit einer Ebenenmaske) und dann mit Wolken zu füllen. Darüber, dass wir dann weder Pilot noch Copilot haben, wollen wir mal ganz großzügig hinwegsehen.

2.2. Freistellen mit dem Zauberstab

Wenn das die Aufgabe ist, dann wollen wir mal schauen, welches das richtige Werkzeug hierfür ist. Die meisten, die ich kenne, werden es zuerst mit dem Zauberstab versuchen. Wir versuchen es also zunächst mit dem Zauberstab, mit einer Toleranz von 20 %, ganz sachte. Wenn ich nun beginne, das Fenster auszuwählen, dann passiert das:

Mit gedrückter Shift-Taste klicken wir weiter ins Grüne. Auf den ersten Blick sieht das gar nicht mal so schlecht aus.

Das reicht aber nicht, also gehen wir mit der Toleranz nach oben auf 30 %. Und nun geht’s los. Nun beginne ich, Bereiche auszuwählen, die eigentlich nicht mehr zum Fenster gehören. Das ist in der Maskenvorschau sehr gut zu erkennen. Das liegt daran, dass wir im Flugzeug Tonwerte haben, die auch außerhalb des Flugzeuges sind.

Viele Leute werden mit dem Zauberstab solange weiter probieren, bis ein akzeptables Ergebnis erreicht ist. Grundsätzlich ist das natürlich möglich, aber es ist sehr mühsam.

2.3. Freistellen mit dem Zeichenstift-Werkzeug

Das bessere und schnellere Werkzeug für so etwas ist auf jeden Fall das Zeichenstift-Werkzeug.

So, ich hole mir nun das ganz normale Zeichenstift-Werkzeug

… und fange mal an, vielleicht in der unteren Ecke, ein bisschen zu zoomen und mit meinem Zeichenstift-Werkzeug zu arbeiten. Ich klicke und ziehe dann das Gummiband langsam nach oben.

2.4. Ankerpunkte ziehen

Ihr seht, dass ich die meisten meiner Ankerpunkte ziehe und versuche, möglichst dicht an der Form zu bleiben.

Das Ziehen wird erst wichtig, wenn solche Formen vorhanden sind, wenn es also um Kurven geht.

Und was da genau passiert, wenn es um Kurven geht, kann ich euch zeigen, wenn wir an eine richtige Kurve kommen. Da ist sie schon.

Hier setze ich mal sachte an und ziehe den Ankerpunkt ein klein wenig in die Richtung, in die ich auch weiterarbeiten möchte. Dabei müsst ihr euch vorstellen, an diesem Punkt sei ein Kreis. Der hat etwa einen Umfang wie die Markierung hier im Screenshot. Wenn ihr an diese Kreisform eine Tangente legt, dann hat die Tangente eine einzige Richtung. Und genau das ist die Aufgabe.

Jetzt ziehe ich tangential. Wenn ich zu weit ziehe, gibt es eine hässliche Beule, so wie hier im linken Screenshot.

Ziehe ich zu flach, so reicht der Pfad nicht aus, um die Form auszufüllen, so wie hier im rechten Screenshot.

Ziehe ich zu waagerecht, bekomme ich die Form nie hin. Ziehe ich zu senkrecht, so bekomme ich schon hier die Beule.

Mit ein bisschen Übung einfach tangential ziehen, dann ist auch der nächste Punkt automatisch vorgegeben. Das ist genau das, was ihr hier braucht.

Jetzt ziehe ich hier mal weiter. Man muss manchmal ein klein bisschen raten, ob das denn alles so hinkommt. Zumal wir hier auch noch ein paar Unschärfen drin haben.

Aber es ist besser, ein klein wenig zu viel wegzuschneiden als zu wenig. Wenn hier drei Pixel vom Cockpit fehlen, merkt das später kein Mensch – aber wenn ihr drei Pixel von den grünen Bäumen stehenlasst, dann sieht das später übel aus.

So, nun komme ich der Sache langsam näher. Hier setze ich den nächsten Punkt.

Ich ziehe einfach weiter eine schöne, lange Gerade.

Hier wieder ein Eckpunkt, Eckpunkt, Eckpunkt … und wieder eine Gerade.

2.5. Pfad schließen

Und nun sind wir wieder am Anfang und schließen den Pfad.

2.6. Pfad korrigieren

Wenn ihr später einmal so einen Pfad korrigieren wollt, könnt ihr verschiedene Optionen nutzen: Als Erstes muss der Pfad aktiv sein, also nehme ich mir das Direktauswahl-Werkzeug und klicke hier irgendwo auf meine Pfadkontur. Dann ist der Pfad wieder aktiv. Für eine weitere Bearbeitung muss der Pfad aktiv sein.

Als Nächstes fasse ich mit diesem kleinen weißen Pfeil den Ankerpunkt an und verschiebe ihn. So kann ich jederzeit einfach die Ankerpunkte versetzen, wenn ich der Meinung bin, dass ich regulierend eingreifen muss.

2.7. Pfad kopieren

Nachdem ich ein paar Ankerpunkte korrigiert habe, klicke ich mit gedrückter Alt-Taste den Arbeitspfad an und ziehe ein klein wenig. Damit kopiere ich den gesamten Pfad. Das braucht man relativ selten, aber das kann man mit der Alt-Taste machen.

2.8. Punkte umwandeln

Sinnvoller könnt ihr die Alt-Taste in Kombination mit dem eigentlichen Zeichenstift-Werkzeug einsetzen, um einen Punkt umzuwandeln: Wenn ihr beispielsweise einen Eckpunkt gesetzt habt und stattdessen einen Kurvenpunkt braucht oder umgekehrt.

Jetzt gehe ich mal genau auf dieses Beispiel hier. Eigentlich eine schöne Kurve, aber so richtig gefällt sie mir nicht. Ich klicke auf den Punkt und schon habe ich einen Eckpunkt. Jetzt sagt ihr: “Oh nein, die Kurve sah vorher viel besser aus.” Kein Problem, einfach mit gedrückter Alt-Taste den Arbeitspunkt anklicken und ziehen und die beiden Anfasser werden wieder sichtbar. Zieht die Kurve ein bisschen flacher und die Kurve sieht viel besser aus als vorher.

2.9. Ankerpunkt löschen

Noch etwas, was ihr machen könnt, während ihr mit diesem Werkzeug arbeitet: Ihr habt gesehen, dass wir unter den Optionen des Zeichenstift-Werkzeugs das Ankerpunkt-hinzufügen-Werkzeug und das Ankerpunkt-löschen-Werkzeug haben. Die braucht ihr nicht zu verwenden, denn wenn ihr mit dem normalen Zeichenstift-Werkzeug arbeitet, genügt ein einfaches Anklicken, dann wird ein Ankerpunkt gelöscht, sichtbar an dem kleinen Minuszeichen.

Voraussetzung hierfür ist, dass ihr diese Autom. hinzuf./löschen-Option aktiviert habt. Das Minuszeichen wird nur aktiv, wenn ihr mit dem Zeichenstift-Werkzeug über einen Ankerpunkt fahrt.

2.10. Ankerpunkt hinzufügen

Ist kein Ankerpunkt vorhanden, dann weiß Photoshop automatisch, dass ihr einen neuen Ankerpunkt hinzufügen möchtet. Das ist an dem kleinen Pluszeichen erkennbar.

2.11. Ankerpunkt verschieben

Mit gedrückter Strg-Taste kann ich den Punkt auch verschieben. Ich zeige euch das mal an einem kleinen Beispiel, in dem ich alles einmal anwende.

2.12. Arbeitspfad speichern

Irgendwann seid ihr mit euren Korrekturen fertig. Mein Arbeitspfad ist nicht superkorrekt. Er ist jedoch perfekt genug für das, was ich euch zeigen möchte.

Ich möchte aber den Arbeitspfad unbedingt speichern. Das hat folgenden Grund: Es sind ja noch andere Cockpit-Fenster da. Wenn wir nun einfach weiterarbeiten würden, würden wir den alten Arbeitspfad ersetzen, denn der Name „Arbeitspfad“ bleibt.

Das wollen wir aber nicht, also speichern wir den Arbeitspfad und das geht so: Das Menü oben rechts öffnen und Pfad speichern… anklicken und den Pfad benennen. Zum Beispiel „Fenster rechts“. Wenn wir nun weitere Arbeitspfade erstellen, heißen diese zuerst wieder „Arbeitspfad“. Diesen Namen könnt ihr dann umbenennen in „Fenster Mitte“, „Fenster links“ und so weiter.


PSD-Dateien unterstützen das Speichern von Arbeitspfaden, das JPG-Format unterstützt Pfade nicht.

2.13. Pfad in Maske umwandeln

Wie man nun mit dem Arbeitspfad weiterarbeitet, zeige ich euch jetzt. Denn der Pfad kann erst einmal nichts. Erst wenn ihr den Arbeitspfad umwandelt, wird es interessant.

Man könnte den Pfad auch in eine Vektormaske umwandeln, dann könnte man ihn auch weichzeichnen, aber das verbietet sich hier. Denn ich habe auf der linken Seite sehr wenig Unschärfe, auf der rechten Seite sehr viel. Das hängt mit dem Objektiv und der Tiefenschärfe der Aufnahme zusammen. Auch ist es die übliche Prozedur, wenn man einen Pfad gelegt hat, dass dieser Pfad in eine Auswahl und diese wiederum in eine Ebenenmaske umgewandelt wird. Das ist die klassische Vorgehensweise.

Wichtig ist, dass der Pfad aktiviert ist. Über dieses kleine Symbol – sieht ein wenig so aus wie eine Flagge – wird die Auswahl erstellt. Anklicken und schon seht ihr die Auswahl.

Und wenn ich schon die Auswahl habe, dann kann ich zurückgehen auf meine Ebenen und eine Ebenenmaske erstellen, obwohl das hier eine gesperrte Hintergrundmaske ist.

Üblicherweise wird der äußere Teil der Auswahl ausgeblendet. Also muss man in diesem Fall die Auswahl umkehren.

Nach dem Umkehren der Auswahl habe ich hier mein Fenster freigestellt. Die Ränder sind sehr scharf, eigentlich zu scharf für das, was wir vorhaben. Da müssen wir noch mal ran. Aber vorher möchte ich euch zeigen, was ich dahinter einblenden möchte.

2.14. Neues Bild einfügen und positionieren

Nachdem ich das Wolken-Bild als eigene Ebene in das Cockpit-Bild hineinkopiert habe, ziehe ich die neue Ebene 1 unter die Ebene 0. Diese habe ich vorher in eine normale Ebene umgewandelt. Ich richte die Ebene 1 noch etwas aus.

So in etwa habe ich mir die Sache vorgestellt:

Das kann man mit all den anderen Fenstern natürlich auch machen. Das gibt ein klein wenig Feinarbeit hier oben bei den Schaltern, aber auch das funktioniert prima mit dem Pfad.

2.15. Kante verbessern

Und nun geht es darum, die Sache ansehnlich und logisch zu machen. Denn das ist derzeit nicht der Fall. Schauen wir uns diese Kante unten an, da ist sie total scharf. Hier oben sieht man aber eine gewisse Unschärfe. Und diese Unschärfe müssen wir natürlich noch verändern.

Das einfachste ist, auf die Maske draufzuklicken. Ich gehe mal auf diese Seite, da müssen wir weniger machen, und klicke hier auf die Maskenkante.

Es öffnet sich der Dialog Maske verbessern. Und ihr könnt hier eine weiche Kante einstellen. Ich würde mal sagen, für die vorhandene Unschärfe hier reichen 2 oder 1,7 Pixel absolut aus. Ich bestätige mit OK.

Und ihr seht, es sieht wesentlich besser aus, nicht mehr so wie mit der Laubsäge ausgeschnitten. Es sieht logisch aus.

2.16. Feinschliff mit dem Weichzeichner-Werkzeug

Wo es noch nicht logisch aussieht, ist hier. Es ist zwar etwas besser geworden, reicht aber noch nicht.

Die Unschärfe, die an dieser Linie, dieser Niete und diesem Detail vorhanden ist, haben wir noch nicht erreicht.

Aus diesem Grunde muss ich die Maske separat nachbearbeiten. Ich klicke die Maske an und gehe auf das Weichzeichner-Werkzeug.

Und weil ich hier eine relativ starke Weichzeichnung benötige, gehe ich auf eine Stärke von 100 % und mache die Pinselgröße deutlich größer.

Und das Schöne ist, ihr braucht keine Angst zu haben, dass ihr die Pixel weichzeichnet, denn das passiert nicht. Wir arbeiten auf der Ebenenmaske. Wie ihr seht: Es geht langsam, aber doch stetig voran.

Nun könntet ihr sagen: “Es ist doch egal, wenn Pixel weichgezeichnet werden, die sind doch so oder so unscharf.” Da kann ich nur widersprechen, denn es wäre dramatisch. Denn wenn wir mal näher heranzoomen, seht ihr das elektronische Rauschen, das der Chip mit sich bringt.

Sobald ihr das Rauschen unterbrecht, wir können das ja mal tun, würdet ihr die gesamte Struktur wegnehmen. Hier, schaut mal, was passiert: Es sieht absolut unnatürlich aus. Gerade deswegen ist es so wichtig, dass man die Ebenenmaske und nicht die Pixel an sich bearbeitet.

2.17. Zusammenfassung

So, bringen wir das alles noch mal auf den Punkt:

Wir hatten den Pfad, der übrigens immer noch da ist und auch sehr wenig Arbeitsspeicher verbraucht. Aus diesem Grunde würde ich den auf gar keinen Fall löschen.

Den Pfad haben wir umgewandelt in eine Auswahl und anschließend in eine Ebenenmaske. Diese haben wir dann über die Maskenkante bearbeitet und weichgezeichnet.

Über den Pfad kommt man also locker zu Ebenenmasken, mit denen man wiederum Pixel bearbeiten kann.

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