Ebenenfilter in Photoshop

Ebenenfilter gestatten es, gezielt nach bestimmten Ebenentypen zu suchen. Gerade wenn ihr ein komplexes Composing erarbeitet, wird diese Funktion sehr nützlich für euch sein.

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Schritt 1

In diesem Tutorial und anhand dieses Bildbeispiels zeige ich euch, was ich im Zusammenhang mit Ebenen für wichtig halte. Das ist unter Umständen etwas langweilig, aber dennoch sehr hilfreich.

Grundsätzlich solltet ihr eure Ebenen immer benennen. Wenn ihr Ebenen neu erstellt, dann legt Photoshop sie automatisch als “Ebene 1”, “Ebene 2” usw. an. Wenn ihr sie nicht anders benennt, dann habt ihr eventuell irgendwann die Ebene 385. Das ist insofern ziemlich verwirrend, da sich so nicht erkennen lässt, welchen Inhalt die einzelnen Ebenen haben.

Schritt 2

Anhand des Miniaturbilds in einer Ebene lässt sich zwar manchmal der Inhalt (oder zumindest ein Teil davon) erkennen, aber mitunter bleibt einem das verborgen, weil der Inhalt aufgrund der geringen Größe im Miniaturbild nicht sichtbar ist. Vergleicht beispielsweise hier meine beiden Ebenen “Schatten” und “Himmel”. Dann seht ihr, was ich meine.

Deshalb macht es Sinn, Ebenen zu benennen. Damit man einen Hinweis hat, was sich darin verbirgt.

Schritt 3

In meinem Beispiel werde ich meine neue Ebene in “Leerebene” umbenennen. Um die Ebene mit einem neuen Namen zu versehen, klicke ich den Namen der Ebene doppelt an und erfasse die von mir gewählte Bezeichnung.

Je nachdem, ob ihr den Ebenennamen mit der Maus genau trefft oder nicht bzw. wohin ihr auf die Ebene klickt, kann es euch passieren, dass sich unbeabsichtigt das Eigenschaftsfenster für den Ebenenstil öffnet. Das ist einerseits recht angenehm, dass das Eigenschaftsfenster so einfach zu erreichen ist, aber wenn ich die Ebenen umbenennen möchte, ist das dann eher unerwünscht und mitunter nervig.

Schritt 4

Es gibt jedoch einen recht einfachen Trick, um das zu unterbinden. Haltet einfach die Alt-Taste gedrückt, wenn ihr den Doppelklick auf das Ebenenfeld ausführt. Dann lässt sich die Ebenenbezeichnung auf jeden Fall editieren, ohne dass sich das Eigenschaftsfenster öffnet.

Schritt 5

Seit der Version Photoshop CS6 gibt es eine neue Funktion, die euch helfen kann, nach Ebenen oder Ebeneninhalten zu suchen. Das ist besonders dann hilfreich, wenn ihr Ebenen sinnvoll benannt habt, weil ihr dann unter anderem genau nach diesen Namen suchen oder aber in der Liste mit allen Ebenen filtern könnt.

Dazu gibt es rechts oben im Ebenenbedienfeld (siehe Pfeil) einen Schalter und links davon ein Eingabefeld, um Begriffe für die Suche einzutragen. Über die Schalterstellung “An/Aus” lässt sich steuern, ob man Suchbegriffe eingeben kann oder nicht. Standardmäßig ist der Schalter aktiviert, d. h., auf “An” eingestellt.

Damit das überhaupt funktioniert, muss der Filtertyp auf Name eingestellt sein und ihr habt mehr als eine Ebene angelegt.

Schritt 6

Jetzt kann ich beispielsweise nach Ebenennamen filtern. Außerdem kann ich aber auch nach Art, Effekt, Modus, Attribut oder (Ebenen-) Farbe suchen bzw. filtern.

Nun stelle ich mir vor, dass ich 387 Ebenen für meine Komposition verwendet habe und jetzt nach der Ebene “Wiese” suchen möchte. Da ich alle meine Ebenen benannt habe, brauche ich nur in das Eingabefeld den Begriff oder einen Teil davon einzugeben und schon habe ich alle Ebenen, die meinen Suchbegriff im Namen enthalten.

Schritt 7

Weiter oben habe ich ja beschrieben, dass die Benennung von Ebene unter anderem auch deshalb wichtig ist, weil ich an den Miniaturbildern nur schwer erkennen kann, was für einen Inhalt die Ebene hat.

Es gibt allerdings eine Möglichkeit, die Größe der Miniaturbilder einzustellen. Damit soll aber meine Ausführung zur Ebenenbenennung nicht widerrufen werden! Zur Einstellung der Bildgröße für die Miniaturbilder muss ich die Bedienfeldoptionen rechts außen im Ebenenbedienfeld aufrufen.

Schritt 8

Sobald ich das Optionenfenster aufgerufen habe, kann ich die Größe für die Miniaturbilder einstellen oder sie auch ganz ausblenden.

Zur Veranschaulichung wähle ich nun einmal die größte Miniaturdarstellung und bestätige die Eingabe mit einem Mausklick auf OK.

Schritt 9

Die Miniaturbilder im Ebenenbedienfeld werden nun wesentlich größer.

• Vorteil: Ich kann nun manchmal besser erkennen, welchen Inhalt eine Ebene hat.
• Nachteil: Ich muss schon bei wenigen Ebenen den Scrollbalken benutzen, weil jetzt aufgrund der größeren Anzeige weniger Ebenen in das Ebenenbedienfeld passen.

Letztendlich ist es aber Geschmackssache, welche Darstellung man bevorzugt. Ich selbst mag lieber die kleinen Miniaturen, weil ich so einen besseren Überblick habe und viele Ebenen auf einmal im Fenster sehe.

Schritt 10

Und es gibt noch eine weitere interessante Funktion, die ich euch zeigen möchte. Dies betrifft die Symbole im Ebenenbedienfeld neben dem Eintrag Fixieren (siehe rote Markierung): das Schachbrett, den Pinsel, das Verschieben-Werkzeug und das Schlosssymbol.

Mithilfe dieser Tools hat man einige Möglichkeiten zur Beeinflussung von Ebenen. Sie werden von vielen Anwendern jedoch oftmals wenig oder gar nicht beachtet. Auch ich habe sie lange Zeit nicht genutzt.

Schritt 11

Zudem kann man diese Werkzeuge auch verwenden, um sie kreativ für seine Arbeiten einzusetzen. Ich markiere zum Beispiel die Ebene “Himmel”, wodurch die Symbole jetzt aktiviert sind (solange Ebenen nicht markiert sind, bleiben die Werkzeuge inaktiv).

Nun klicke ich mit der Maus auf das Symbol “Schloss” (siehe roter Pfeil). Jetzt ist der Inhalt meiner markierten Ebene nicht mehr verschiebbar. Ich kann versuchen, den Inhalt zu verschieben. Es passiert aber nichts! Statt dessen meldet mir Photoshop, dass ein Verschieben nicht möglich ist, weil die Ebene fixiert ist.

Schritt 12

Interessant ist das Tool zum Fixieren der Ebene insbesondere dann, wenn ihr ein Element (z. B. den Schatten zu einer Figur) im Bild positioniert habt und vermeiden möchtet, dass es die Position verändert. In dem Fall markiert ihr die Ebene und aktiviert das Schloss.

Allerdings hat das nun zur Auswirkung, dass ich auf dieser Ebene absolut nichts mehr arbeiten kann. Ich kann auf ihr auch nicht mehr malen und auch keine Filter (z. B. Weichzeichner) oder Korrekturen anwenden.

Dass eine Ebene fixiert ist, erkennt ihr auch daran, dass der Mauszeiger sein Aussehen verändert (siehe roter Kreis).

Schritt 13

Mithilfe der übrigen Symbole lässt sich noch detaillierter einstellen, welche Aktionen auf einer Ebene durchführbar sind und welche nicht. Markiere ich das “Kreuz”-Symbol (roter Pfeil), dann habe ich die Position der Ebene fixiert, d. h., ich kann jetzt ebenfalls nicht das Bild auf der Ebene bewegen.

Jedoch kann ich auf solch einer fixierten Ebene noch mit dem Pinsel arbeiten (siehe roter Kreis) oder andere Werkzeuge benutzen (Kopierstempel, Auswahlwerkzeuge, usw.).

Schritt 14

Aktiviere ich das Pinsel-Symbol, dann ist eine Bearbeitung auf Pixelebene unmöglich, aber ich kann den Ebeneninhalt verschieben. Auch das Auswahlwerkzeug funktioniert nicht.

Wähle ich das Symbol mit dem Schloss, dann kombinieren sich die Einschränkungen der beiden anderen Symbole “Pinsel” und “Kreuz”, welches jegliche Aktivitäten auf der fixierten Ebene verhindert.

Schritt 15

Als Letztes bleibt nur noch das vierte Symbol, das “Schachbrett”, übrig. Ist es aktiviert, dann werden die transparenten Bereiche in einer Ebene geschützt.

Solch ein Schutz ist dann ganz wertvoll, wenn ihr bestimmte lokale Arbeiten durchführen wollt. Hier zum Beispiel möchte ich eine Anpassung der Schattenebene (siehe roter Kreis) durchführen. Schaut euch mal die Schattenebene an (große rote Ellipse): Sie ist recht hell und ich würde in der Nähe des “Towers” den Schatten gern dunkler machen.

Ich verwende hierfür den Pinsel (siehe Pfeil), stelle Schwarz als Farbe ein und setze die Deckkraft auf 50% (kleine rote Ellipse).

TIPP: Drückt die Nummerntaste mit der 5, dann wird die Deckkraft auf 50 Prozent eingestellt.

Schritt 16

Habe ich, bevor ich male, das Ebenensymbol “Schachbrett” aktiviert (roter Pfeil), brauche ich mir keine Gedanken zu machen, falls ich versehentlich mit dem Pinsel über den Bereich des Schattens hinausmale. Bedingt durch das Fixieren der transparenten Bereiche werden nur die Flächen dunkler, die nicht transparent sind.

Für solche Arbeiten stellt die Möglichkeit, transparente Ebenenbereiche zu fixieren, eine echte Hilfe dar.

Die Arbeitsmaterialien zu diesem Video-Training findet ihr im ersten Film dieses Grundlagentrainings.

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