Photoshop-Composing: Die Waldfee – Teil 01

In diesem Video-Training zeige ich dir Schritt für Schritt, wie ich das Bild “Die Waldfee” erstellt habe. Die Dauer aller 3 Teile beträgt in etwa 1:15 Stunden.

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Ja, hallo und willkommen zu meinem Tutorial „die Waldfee“; mein Name ist Benny und ich werde dir zeigen, wie ich dieses Bild hergestellt habe.

Die Waldfee

Auf der rechten Seite siehst du mein Chaos an Ebenen – ich hab zwar versucht, das so gut es geht in Ordner zu packen, aber ein kleines Chaos bleibt immer übrig, dieses hier (1). Das muss dich aber ehrlich gesagt im Moment jetzt gar nicht groß interessieren, denn diese Ebenen werden wir Schritt für Schritt durchgehen und ich zeige dir dabei, auf was du achten musst, um am Ende des Tutorials an dieses Resultat zu kommen.

Ich würde vorschlagen, wir legen gleich los. Ich schließe einfach mal die Datei und öffne hier mein Bild mit der Waldfee als solcher. Bei diesem Bild habe ich mir wirklich Gedanken gemacht, wie ich denn die Waldfee am besten freigestellt bekomme, denn du siehst, gerade an den Handgelenken ist da so ein „Waldfee-Schmuck“, im Halsbereich und im Kopfbereich auch, mit ganz ganz vielen kleinen Details, die wir eigentlich gerne behalten wollen.

Ich habe bei der Erstellung meines Bildes einige Freistellungstechniken versucht, hab die dann verworfen, weil die Resultate überhaupt nicht gut waren. Ich habe mit Farbwerkzeugen gearbeitet, ich habe alles Mögliche probiert, bis ich dann auf eine eigentlich ganz simple Sache gestoßen bin, und zwar ist es die Auswahl über Farbbereiche (1) (Menüpunkt: Auswahl>Farbbereich).

Hier (2) kann ich, wie du siehst, meinen Farbbereich auswählen.

Du kannst auch durch das komplette Bild klicken und er wählt dir jedes Mal die ähnlichen oder gleichen Farbtöne aus (1-3).

Wenn ich hier mit der Toleranz rumspiele (1 und 2), dann wählt er, wie du siehst, den größeren Farbbereich aus, also mehr Farben, die einander ähnlich sind und ich werde hier einfach mal zu Beginn meine Toleranz auf 35 (ohne Bild) setzen; ich kann das ja später immer noch ändern.

Bei diesem kleinen Plussymbol (1) kann ich hier einfach ins Bild klicken und du siehst, ich kann hier einfach so durchziehen (2-4) und er wählt mir alle Farbbereiche aus, die ich will, und so kann ich mich dann an meine künftige Maske rantasten.

Du siehst hier, das Kleid wird schon stark in Mitleidenschaft gezogen (1). Gerade dieser Bereich (2) ist auch dunkel, die Stellen hier am Kleid (3) sind dunkel, aber ich denke, das ist nicht weiter schlimm.

Zum einen kann ich das hier in der Toleranz reduzieren, du siehst hier, wie er das hier schon ein klein wenig verbessert (1) – aber ich kann mir, da ich ja hier mit diesem Farbbereich meine Maske erstelle, später in meiner Maske alle Bereiche, die mir hier gelöscht worden sind, wieder ins Bild zurückholen. Ich würde vorschlagen, wir lassen das mal so bei einer Toleranz von 30. Die Details des Blätterschmucks an Kopf, Hals und Handgelenken (2) kann ich noch sehr, sehr gut erkennen und bestätige einfach mit OK.

Dann erhalte ich diese Auswahl (1), welche ich meiner Maske (2) hinzufügen kann.

Ich invertiere das Ganze (Strg+I/Command+I), so habe ich dann den Hintergrund weg und meine Waldfee bleibt erhalten. Was du jetzt natürlich siehst, sind eben genau diese Stellen, von denen ich vorhin gesagt habe, dass sie gelöscht worden sind (1).

Das ist überhaupt kein Problem, denn ich werde mir genau diese Stellen einfach wieder zurückholen, indem ich da mit einem weißen Pinsel drübermale.

Also du siehst: keine Hexerei, keine Zauberei – das geht sehr, sehr simpel – zwar ein klein wenig Fummelarbeit später, aber es lohnt sich, weil ich sonst diese Details wirklich nicht freigestellt bekommen hätte.

Ich zoome hier einfach ein wenig ran, damit du siehst, was er mir da genau freigestellt hat – und das sind eben genau diese Details, die ich später im Bild unbedingt haben will.

So, ich lass das hier gleich mal bei dieser Zoomstufe und male mit einem kleineren Pinsel und 100% Deckkraft (also diesen Drucksimulator (1) kann ich hier weg- bzw. rausnehmen) und male hier einfach in mein Bild rein.

Ob du jetzt diesen Pinsel nimmst (2) oder einen harten Pinsel, spielt überhaupt keine Rolle. Mach einfach so, wie es für dich passt. Ich nehme einfach meinen Lieblingspinsel dafür und klicke einfach ein paar Mal ins Bild rein und male hier wirklich vorsichtig in meine Maske, zum Beispiel bei den Augen.

Wenn du vielleicht nicht genau siehst, wo du bist, oder was du noch verbessern musst, dann kann man hier auch einen kontrastreichen Hintergrund erstellen. Ich erstelle eine neue Ebene, schiebe sie unter meine Waldfee, klicke in der Werkzeug-Palette Vordergrundfarbe einstellen an, na, nehmen wir gleich „Blau“, und fülle sie mit Alt und der Löschtaste (Backspace).

Jetzt siehst du, wo ich bin (also die helleren Stellen sind das, was wir noch zurückmalen müssen) – ich wechsele wieder auf meine Farbe Weiß, gehe auf meine Maske zurück und klick mich einfach durchs Bild und male mir so meine Stellen wieder zurück, die ich unbedingt haben will.

Diese Stellen hier auch (1), hier tupfe ich einfach ein klein wenig, damit wir nicht zu viel vom Hintergrund erwischen, und so korrigiere ich meine Maske, bis ich ein gutes Resultat habe.

Damit du mir hier aber nicht groß zugucken musst, denn das ist wirklich keine Hexerei – ich male ja hier wie du siehst wirklich nur auf der Maske herum, werde ich dich später gleich zu mir holen, wenn ich hier soweit fertig bin.

(Er bearbeitet hauptsächlich die Randbereiche, tupft bei filigraneren Bereichen, zoomt nach Bedarf rein und raus und nimmt auch z.B. am Fuß „Feenschmuck“ weg).

Ja, ich habe mir hier die Maske so gut es geht bearbeitet, du siehst, es ist alles weg, was weg musste, hier im Kleid ist alles da, was da sein muss, und aus diesem Grund werde ich diese Ebene (Farbtonebene) gleich mal löschen, indem ich sie auf das Mülleimer-Icon ziehe, und werde hier noch einmal ein Smartobjekt daraus erstellen (Rechtsklick auf die Ebene -> In Smartobjekt konvertieren). So verschwindet meine Maske (die brauche ich ja nicht mehr) und ich werde dieses Bild dann in mein Hintergrundbild (Background.jpg) reinziehen.

Bei gedrückter Alt- und Shift-Taste auf dem Mac, bzw. nur mit der Shift-Taste auf dem PC kann ich meine Waldfee proportional skalieren. Du siehst, ich kann sie dann auch wieder vergrößern, ohne dass ich einen Qualitätsverlust habe. Das ist eben der Grund, weshalb ich so gerne mit Smartobjekten arbeite. Wenn ich die Ebene jetzt gerastert hätte, dann hätte ich spätestens bei der Vergrößerung wieder eine leicht verpixelte Darstellung.

So, ich mache die wieder mal kleiner, so vielleicht, ich kann sie ja später im Endbild immer noch anpassen.

Nun ist mir eine Sache aufgefallen, als ich meine Waldfee platziert habe. Du siehst, ich wollte sie ja „plus-minus“ in dieser Richtung haben (1), und wenn jetzt da noch der Hirsch hinzukommt, dann ist eben genau dieser Bereich hier (2) sehr, sehr störend.

Also, was habe ich gemacht: Ich habe den Hintergrund auf dieselbe Art und Weise wie eben bei der Waldfee auch in ein Smartobjekt umgewandelt (Rechtsklick auf die Ebene und In Smartobjekt konvertieren auswählen) und habe meine Hintergrundebene unter Bearbeiten>Transformieren>Horizontal spiegeln horizontal gespiegelt. Jetzt sieht das Ganze stimmiger aus, passt auch ein wenig besser dazu, finde ich, und so habe ich dann meine Waldfee hin- und hergeschoben. Ich mache sie noch ein wenig kleiner, damit sie auch größenverhältnismäßig besser reinpasst. Also so, denke ich, kann man es lassen.

Was ich jetzt natürlich sehe (ich vergrößere hier, damit du es siehst) – es kommt zwar noch unser Baumstamm, also unsere Sitzgelegenheit, wo die Waldfee dann draufsitzt, dahin, aber es gibt immer noch eine Sache, die mich gewaltig stört, und das ist genau diese Ecke hier (1).

Aus diesem Grund werde ich hier in mein Smartobjekt reinklicken (2) und da fragt mich Adobe schon, ob ich den geänderten Inhalt speichern will. Das werde ich nachher auch wieder machen, und zwar genau aus diesem Grund, weil ich mit Smartobjekten arbeite und dieses hier wegstempeln werde. Ich bestätige den Dialog einfach mit OK, und da siehst du auch in der jetzt entstandenen „Ebene2.psd“ mein Originalbild, wie ich es heruntergeladen habe, auch wieder gespiegelt, und ich werde das so bearbeiten.

Ich schnappe mir hier einfach mal den Kopierstempel (1), zoome ein klein wenig ran, es ist ja jetzt spiegelverkehrt, also diese Ecke hier, und die werden wir jetzt einfach ausbessern.

Mit gedrückter Alt-Taste nehme ich hier die Farbe auf, die ich wegstempeln oder wegkopieren will, und klicke mich hier einfach in verschiedenen Richtungen durch, damit das nicht so extrem bearbeitet aussieht. Du siehst, ich nehme mir hier immer wieder neue Farben auf. Ich kopiere mal noch ein klein wenig heller, nehme dort etwas weg und so lasse ich dann meine Alt-Taste immer los, sobald ich eine Farbe aufgenommen habe. Du siehst, von diesem Fadenkreuz entsteht dann dieser Pinsel hier. Ich denke, es dürfte hinkommen.

Ich kann diese Ebene jetzt schließen, dann fragt mich Adobe, ob ich das speichern will.

Natürlich will ich speichern und darum ist jetzt in meiner „Background.jpg“, in der ich die Komposition anlege, alles weg, was weg musste.

Was jetzt natürlich auffällt, ist: Die Waldfee passt sich noch nicht so ganz den Lichtverhältnissen an, welche ich hier im Hintergrund habe. Das kann ich natürlich ganz einfach ändern, indem ich Einstellungsebenen verwende. Dazu erstelle ich gleich mal einen Ordner, damit alles übersichtlich wird.

Ich benenne die Ebene auch gleich in „Waldfee“ um (1), die darunterliegende Ebene mit dem Hintergrund, das ist mein „Background“ (2). Ich kann jetzt die Ebene „Waldfee“ wählen und sie direkt auf das Ordnersymbol ziehen (3) und hier erstellt Photoshop gleich eine Gruppe. Ich benenne diese auch „Waldfee“ (4), damit ich weiß, was da alles dazugehört, dann kann ich gleich weitermachen.

Ja, das Arbeiten mit den Einstellungsebenen ist immer so eine kleine Geschmacksfrage, weil jeder Bilder anders mag. Ich würde vorschlagen, dass ihr einfach das macht, was euch wirklich selbst gefällt.

Man kann die Einstellungsebenen hier mit dem Icon im unteren Bereich des Ebenen-Bedienfeldes (5) auswählen, nur da seht ihr aufgrund der Videoaufnahme das Menü mit den möglichen Einstellungsebenen nicht. Deswegen werde ich den klassischen Weg über den Eintrag Ebene oben im Menü wählen, also Ebene>Neue Einstellungsebene nehmen (6).

Ich fange eigentlich in der Regel so an: Ich arbeite mich von oben nach unten durch. Ich fange gleich mal an mit Helligkeit/Kontrast und bestätige den folgenden Dialog mit OK (1). Dann wird gleich eine Schnittmaske erstellt (2) und, wie ich hier im Bild auch gleich sehe, ist die Waldfee im Vergleich zum Hintergrund ein klein wenig zu hell.

Also werde ich mal bei der Helligkeit (3) ein klein wenig abdunkeln, mal gucken, was da so passiert. Ja, das sieht schon mal nicht schlecht aus – vielleicht den Kontrast (4) noch ein klein wenig dunkler machen, dann werden die dunklen Stellen ein klein wenig aufgehellt.

Ich guck‘ noch mal weiter nach, was ich noch an weiteren Einstellungsebenen habe. Klicken wir mal wieder in der Menüleiste unter Ebene>Neue Einstellungsebene die Tonwertkorrektur an und bestätigen den Folgedialog wieder mit OK. Auch hier wird wieder eine Schnittmaske erstellt, da das entsprechende Häkchen gesetzt wurde, und ich gucke, was ich hier ändern kann.

Wenn ich den Regler (1) ziehe, wird meine Waldfee wieder dunkler, also alle dunklen Stellen werden zusätzlich noch mal abgedunkelt, das will ich nicht – mit dem rechten Regler (2) werden die hellen Stellen noch einmal zusätzlich aufgehellt, das will ich auch nicht, deswegen nehme ich mal die Mitteltöne (3) und hiermit kann ich ein klein wenig „herumexperimentieren“. Also wie gesagt, es ist reine Geschmacksfrage. Ich würde mal vorschlagen, so können wir das eigentlich lassen.

Dann gucke ich weiter in meine Einstellungsebenen rein (s.o.) und finde Belichtung: Ja, gucken wir mal in die Belichtung rein, denn wenn es nichts ist, kann ich sie immer noch löschen.

Hm, ich blende mal die eben erstellten Einstellungsebenen aus (1), mal gucken, was mir nur allein die Belichtung bringt – hmm, würde zwar auch gehen, aber ich lösche die gleich wieder und gut ist.

Dann gucke ich mal weiter. Also eines steht fest, ich werde eine Einstellungsebene, und zwar die mit der Farbbalance, nehmen. Den Dialog bestätige ich wieder mit OK, und da habe ich wieder verschiedene Einstellungsregler.

Ich möchte ja meine Waldfee gerade in den Hautbereichen ein klein wenig wärmer gestalten, also so, dass sie sich wirklich auch an die Lichtgegebenheiten anpasst; im Moment ist sie einfach zu hell. Was mache ich? Ich nehme einfach mal den Rotton und gucke mal, wenn ich den schiebe, was da passiert.

Ja, sie wird etwas rotstichiger. Ich zoome mal ein klein wenig ran, dann sieht man es besser.

Dann werde ich den Gelbton noch hervorheben – das sieht auch schon gar nicht schlecht aus! Ich gucke mal, was mir die Farbe Grün noch dazu bringt. Nee, beispielsweise so um die 50 wäre dann zu heftig. Also drehe ich das mal zurück, vielleicht wieder auf Null und ich zoome mal wieder aus dem Bild raus, damit ich die ganze Szene sehe, und gucke mal, ob wir bei Gelb noch was machen können. Wenn ich das bei -14 belasse, dann wird es etwas rötlicher. Gehen wir noch einmal mehr in den Gelbton rein (bis -28); ich denke, das kommt vielleicht gar nicht mal so schlecht.

Ich kann jetzt, da sich diese Farbbalance auch auf mein Kleid ausgewirkt hat und auch auf diesen Schmuck hier (1), das alles rückgängig machen, und zwar mit einem Klick auf das Maskensymbol (2), und ich kann hier wie gewöhnlich bei den Masken meine ursprüngliche Farbe wieder zurückholen.

Ich nehme dazu vielleicht einen nicht ganz so weichen Pinsel, sondern etwa mittlere Härte (3) und male mit der Farbe Schwarz einfach in mein Kleid rein und hole mir die Originalfarbe des Kleides wieder zurück.

Dieser Efeu am Ende des Kleides stört mich gar nicht so sehr, ich guck noch mal oben etwas genauer nach, was mich da so noch erwartet. Den Schmuck am Hals, in den Haaren und an den Handflächen oder am Handgelenk kann ich auch noch mal ein wenig verbessern.

Ich drehe die Dynamik (2) hoch, das heißt, die Kontraste werden etwas stärker – und wenn ich die Sättigung (3) etwas runterdrehe, sieht es auch nicht schlecht aus. Mal gucken, wie das aussieht, wenn ich etwas hineinzoome. Ok – wenn ich die Sättigung wieder erhöhe, bekomme ich eine Sättigung, die sich gerade hier im Rock besser dem Hintergrund anpasst, das sieht auch nicht schlecht aus. Wenn ich die Dynamik noch etwas weiter erhöhe, kommt zusätzlich noch ein wenig vom Farbton der Haut … Also ich denk mal, so können wir das lassen.

Und jetzt gucken wir das mal aus der Ferne an – ja, sieht schon mal gar nicht so schlecht aus.

Als nächsten Schritt wähle ich eine kleine “Dodge-and-Burn-Ebene” aus, und zwar werde ich gerade die ganz, ganz hellen Stellen im Rock ein klein wenig abdunkeln, gerade auch im Brustbereich, im Kopfbereich und an anderen Stellen, wie hier am Oberschenkel. Da ich das Licht von hier (1) haben will, werde ich kleine Andeutungen machen, woher das Licht kommt.

Aus diesem Grund wähle ich eine neue Ebene (Menü Ebene>Neu>Ebene) und werde hierbei den Modus Weiches Licht (2) auswählen. Dann bekomme ich diese Möglichkeit mit dem Haken (3), das heißt, es füllt mir die Ebene mit 50% Grau. Ich bestätige wieder mit OK.

Hier wird gleich eine Schnittmaske erstellt (4), das ist auch gut so.

Hier werde ich heranzoomen, damit ich auch sehe, was ich genau machen will, und da habe ich dann die Möglichkeit, auch diese Stellen hier (*), die zu hell sind, ein klein wenig abzudunkeln.

Also: Ich wähle das Abwedler-Werkzeug (1), mit gedrückter Alt-Taste kann ich mit Schwarz draufmalen, wenn ich die Taste wieder loslasse, male ich mit Weiß, dann habe ich helle Streifen drin, und bleibe hier bei den Mitteltönen – Belichtung (2), nehmen wir 18% – und gucken mal, was das so bringt.

Also ich klick mal einfach die Alt-Taste an, halte diese auch gedrückt und male hier diese Stelle (1) mal etwas dunkler ab, den Brustbereich werde ich ein ganz klein wenig aufhellen (2), genauso wie die Seite hier (3). Diesen allzu schwarzen Schatten hier (4) werde ich auch noch aufhellen, da male ich einfach ein paar Mal drüber und du siehst, es wird schon ein wenig heller.

Im Armbereich helle ich auch noch ein klein wenig auf (5), dann sieht das nicht mehr so dunkel aus. Hier vielleicht auch noch ein klein wenig, an der Handfläche der ausgestreckten Hand werde ich die Alt-Taste drücken und etwas abdunkeln, genau dasselbe hier an der Seite vom Gesicht. Und eben genau hier an diesen Stellen werde ich einfach ein paar Mal drüberfahren.

Hier (6) helle ich noch mal ein klein wenig auf, auch diese Seite. Weiter zur Mitte hin werde ich noch ein wenig abdunkeln – ich mache den Pinsel vielleicht etwas kleiner – nehmen wir mal die Härte vom Pinsel komplett raus (bis auf „0“) – und so tasten wir uns dann an die ganze Szene.

Diese Seite hier (7) will ich auch wieder aufhellen lassen, weil die mir einfach zu dunkel ist.

Diese Stelle hier (8) mit dem Licht werde ich abdunkeln, damit das nicht so ins Gewicht fällt, und werde einige Stellen hier gerade in den Falten (9) abdunkeln und diese hier wieder aufhellen. Und so bekommt das eine, ich sag mal, fast plastische Wirkung.

Dieser Teil (10) wird im Schatten vom Baumstumpf sein, also dunkle ich diesen Teil hier ab.

Hier werde ich den Pinsel noch einmal ein wenig kleiner machen, vergrößere das Bild noch mal, dann sehe ich die Falten auch irgendwie besser – und so werde ich genau diese Stellen – gerade im Faltenbereich – noch ein klein wenig abdunkeln (*)

Auf der Gegenseite werde ich einige Stellen wieder aufhellen (1). So bekomme ich dann die plastischere Wirkung besser zu sehen. Das kann ruhig auch noch ein wenig heller werden, sie hat ja auch ein Samtkleid – diesen Teil hier dunkler (2), hier werde ich auch ein bisschen abdunkeln – auch hier kann ich auch noch ein klein wenig abdunkeln, damit das nicht so überstrahlt.

Dann gucke ich mal ins Kleid rein, nehme einen ganz kleinen Pinsel (1), helle diese Stelle auf – und dunkle diese Stelle ab (2) – auch hier im Faltenbereich.

Ich betone einfach die dunklen und hellen Stellen und so arbeite ich mich ein klein wenig durch das Kleid durch; und das Resultat nachher kann sich sehr, sehr gut sehen lassen. Das kann ich jetzt schon sagen, denn das ist eben dann der kleine feine Unterschied, wie das im Bild dann zur Geltung kommt.

Ich blende die D&B-Ebene mal aus und dann siehst du, was ich gemeint habe. Das ist zu hell, man sieht, dass das Kleid mit der D&B-Ebene eine viel bessere Wirkung bekommen hat.

Ich würde vorschlagen, das können wir dann mal so stehenlassen. Ich kann hier die Gruppe „Waldfee“ in dem Bedienfeld Ebenen schließen, denn ich bin mit diesem Ergebnis sehr zufrieden und eigentlich steht der nächsten Freistellung gar nichts mehr im Weg. Ich würde mal sagen, wir schnappen uns den Hirsch.

Der Hirsch

Die Freistellung des Hirsches bringt so ein paar kleine Tücken mit sich, gerade hier in diesem Bereich – ich zoome hier gleich mal ein klein wenig rein – siehst du, sind ganz, ganz viele feine Härchen zu sehen (1) und die werden wir mit ein klein wenig Handarbeit in der Maske herausholen, auch hier gerade dieser Bereich, wenn ich das nachher mit meinem Pfadwerkzeug freistellen will, ist eben dann einfach eine harte Kante zu sehen.

Und daher werden wir dann die Maske hier noch mal verbessern müssen – gerade in diesen Bereichen hier werde ich ein klein wenig weiter ausholen (2), auch hier werde ich nicht innen durchgehen (3), sondern wirklich außerhalb des Felles, gerade hier, wo die vielen kleinen Haarspitzen zu sehen sind, denn das wird dann, wie gesagt, später alles nachgebessert und ich möchte vorschlagen, wir fangen einfach mal hier unten an (4) und legen mit unserem Pfadwerkzeug los.

So, ich wähle mir hier einfach einen Punkt aus und klicke mich einfach durch das Bild durch und gerade hier, wo das Fell ist, werde ich großzügiger durchgehen. Es muss auch nicht hundertprozentig sauber sein. Einfach versuchen, so gut es geht, nah an die Haarspitzen ranzukommen. Wenn ich hier die größeren Fellhaare wegnehme (1), ist es überhaupt keine große Sache, wie gesagt, die stellen wir dann nachher in der Maske besser frei. Dafür gibt es so einen kleinen Trick, gerade bei Tierfellen ist das eine gute Möglichkeit, um das Fell dann wieder realistisch zu simulieren.

Damit du mir hier nicht weiter zugucken musst, wie ich hier mit dem Pfadwerkzeug herumspiele und ich mir auch keine großen Gedanken machen muss, wie ich dich am besten unterhalten kann, werde ich hier einfach weitermachen und werde dich dann im Bild später, sobald ich bei meinem Endpunkt angekommen bin, wieder zurückholen.

Im Video-Training wird ohne Kommentar im Zeitraffer gezeigt, wie die Punkte bis kurz vor dem Endpunkt gesetzt wurden.

Weiter geht es dann im zweiten Teil des Photoshop-Composings “Die Waldfee”.

Bildquellen: Graumeise, Blattkrone, Baumstamm, Baumstrunk, Rothirsch, Waldfee, Hintergrund

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