Welches Format ist besser: Raw vs. Jpg

Wenn eure Kamera Bilder im Raw-Format ausgeben kann, solltet ihr dies nutzen. Die Qualität ist erheblich besser als Jpg. Zwar muss man ein klein wenig Arbeit in die Konvertierung stecken, aber der Aufwand ist es wert. Schaut euch diesen Vergleich mal an!

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Mit welchem Format fotografiert ihr? Die meisten Leute dürften inzwischen vermutlich mit dem RAW-Format fotografieren, sofern ihre Kamera das zulässt. Dennoch ist das JPG-Format immer noch relativ weit verbreitet und ich möchte euch hier zeigen, was ihr verschenkt, wenn ihr in JPG fotografiert, obwohl ihr in RAW fotografieren könntet.

Schritt 1

Hier seht ihr mein Bild für dieses Tutorial als JPG. Auf den ersten Blick sieht es gar nicht mal so schlecht aus. Wir haben eine Gegenlichtsituation: Das gesamte Licht kommt von links oben, was natürlich dafür sorgt, dass im Bild rechts unten dunklere Schatten sind.

Schritt 2

Jetzt schauen wir uns mal an, was wir daraus hätten machen können, wenn es ein RAW-Bild gewesen wäre. Dafür habe ich nicht nur das JPG, sondern auf der Speicherkarte auch gleichzeitig noch ein RAW gespeichert. Das habe ich in Adobe Camera RAW entwickelt und zeige es euch nun zum Vergleich.

Da ist schon ein riesengroßer Unterschied zu erkennen, oder?

Schritt 3

Jetzt gehen wir gleich mal ins Detail und ich erkläre euch, wie man Bilder miteinander vergleichen kann.

Über Fenster>Anordnen> sehen wir, wie die Bilder angeordnet werden können. Wir wollen die Bilder nun Alle nebeneinander. Genauso wäre es aber natürlich auch möglich, sie übereinander anzuordnen.

Schritt 4

Ich möchte nun so durch meine Bilder scrollen, dass die Bilder miteinander laufen. Dafür muss ich also in der Werkzeugleiste oben das Häkchen bei Bildlauf in allen Fenstern durchführen setzen. Jetzt kann ich einen Bildausschnitt mit dem Hand-Werkzeug verschieben und bei beiden Bildern passiert das Gleiche.

Schritt 5

Genauso können wir uns jetzt auch die Details in beiden Bildern gleichzeitig näher anschauen. Dazu benutze ich das Zoom-Werkzeug und achte darauf, dass auch hier das Häkchen oben bei Alle Fenster gesetzt ist. Wenn ich nun mit dem Dynamischen Zoom ins Bild gehe, passiert das wieder gleichzeitig in beiden Bildern.

Schritt 6

Nun zoomen wir mal auf den Mann im Lederstuhl. Ihr seht schon den enormen Unterschied zwischen den beiden Bildern:

Auf der linken Seite, im JPG-Format, verschwimmt die Rückseite des schwarzen Sessels zu einer einzigen dunklen Soße. Im RAW-Format rechts können wir so viel rausholen, dass wir eine dunkle Rückseite und eine deutlich hellere Frontseite haben, was auch eher dem Augeneindruck entsprechen würde.

Schritt 7

Schauen wir uns mal die Spiegelungen von Tisch und Sessel am Boden an:

Links ist sie beinahe schon abgesoffen, im RAW-Bild rechts ist sie schön knackig und sieht sehr gut aus.

Schritt 8

Auch die gesamte Helligkeit ist eine ganz andere. Es entspricht der klassischen Belichtung einer Gegenlichtsituation, bei der eine Kamera dazu neigt, die Szene unterzubelichten, weil scheinbar genug Licht da ist. Das Licht ist allerdings nur im linken Teil genau richtig, im Vordergrund fehlt es uns. Das ist etwas, das man in Camera Raw jederzeit problemlos in den Griff bekommen kann – innerhalb gewisser Grenzen selbstverständlich.

Schritt 9

Ihr fragt euch, warum ich eben in Camera Raw gesagt habe und nicht in Photoshop? Natürlich könnt ihr das auch in Photoshop machen, aber ihr werdet sehr viel schneller an die Grenzen des Bildes gelangen, sehr viel schneller ein buntes Rauschen mit allen Farben unter Gottes schöner Sonne erhalten, und das ist es ja nicht, was ihr wollt.

Deswegen lege ich euch wärmstens ans Herz, mit RAW zu fotografieren, wenn ihr es nicht sowieso schon tut.

Dieses Tutorial soll dazu beitragen, euch mal die großen Unterschiede zwischen JPG- und RAW-Format zu zeigen und euch Gründe vor Augen führen, warum es wirklich sinnvoll ist, in RAW zu fotografieren.

Demnächst zeige ich euch das RAW-Fenster und wie man aus einem Foto wie hier links, wenn man es als RAW-Format in Photoshop geladen hat, ein Ergebnis erhält wie hier rechts.

Das ist die vertextlichte Version eines Videos von Uli Staiger.

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