Bridge: Grundlagen in Photoshop

Die Bridge ist ein sehr umfangreicher Dateibrowser, in dem ihr all eure Dateien organisieren könnt. Er gehört zu Photoshop seit einigen Versionen dazu. Hier erfahrt ihr, wie ihr die verschiedenen Ansichten der Bridge sinnvoll nutzen könnt. Die Arbeitsmaterialien zu diesem Video-Training findet ihr im ersten Film dieses Grundlagentrainings. Das ist die vertextlichte Version eines Videos von Uli Staiger.

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In diesem Tutorial möchte ich euch die verschiedenen Ansichten der Bridge zeigen und wie ihr eure Dateien organisieren könnt.

Schritt 1

Normalerweise öffnet man Bilder in Photoshop über den Menübefehl Datei>Öffnen. Eine prima Alternative dafür ist der darunter liegende Befehl In Bridge suchen …

Schritt 2

Wenn ihr Photoshop CS5 oder CS4 kennt, dann vermisst ihr jetzt womöglich das kleine Icon für die Bridge oben in der Anwendungsleiste. Es ist verschwunden, da es der optischen Bereinigung dieser Leiste zum Opfer gefallen ist. Das ist aber nicht dramatisch, denn über Datei>In Bridge suchen … lässt sich die Bridge ganz schnell öffnen.

Schritt 3

Die Bridge öffnet sich nun im Vordergrund. Der große Vorteil, wenn man ein Bild in einem Ordner sucht, wie z.B. ich jetzt hier im Ordner Bildmaterial, liegt darin, dass man alle Bilder dieses Ordners angezeigt bekommt und nicht nur eins. Das macht die Arbeit oft einfacher.

Eventuell findet ihr die Bilder ein wenig zu klein, da man kaum etwas erkennen kann. Da hilft ein Klick auf das Bild und es öffnet sich eine Vorschau im großen Fenster rechts daneben.

Bei diesem Bild erkennt man schnell, dass es sich eigentlich um ein Hochformat handelt. Es wäre also ganz schlau, das Bild zu drehen …

Über die Icons in der Werkzeugleiste könnt ihr eure Bilder in der Vorschau im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen.

Schritt 4

Wenn mehrere Bilder im Hochformat vorliegen, wie oftmals bei Porträts, und das Vorschaufenster dementsprechend nicht so viel Platz in der Breite braucht, kann man das Miniaturenfenster auch ein wenig nach rechts hin vergrößern.

Das Vorschaubild auf der rechten Seite wird dabei nicht kleiner und ihr habt im mittleren Fenster wesentlich mehr Platz, um mehrere Bilder zu sehen.

Ebenso kann man die Leiste auf der linken Seite verschieben, um das linke Fenster mit den Ordnern und Favoriten zu verkleinern. Das ist sehr nützlich, wenn man ohnehin nur innerhalb eines einzigen Ordners unterwegs ist und im Ordnerbaum nicht weiter navigieren möchte.

Schritt 5

Die Größe der angezeigten Miniaturen im mittleren Fenster kann natürlich auch verändert werden. Wenn sich viele Bilder im mittleren Fenster befinden und ihr einen Überblick gewinnen möchtet, ist es sicher sinnvoll, die Bilder etwas kleiner darzustellen. Oder andersherum: Wenn ihr die Bilder etwas größer haben möchtet, um besser vergleichen zu können – beides erreicht ihr ganz einfach mithilfe des Sliders im unteren rechten Bereich:

Schieben wir den Regler nach links, werden die Bilder kleiner angezeigt. Schieben wir den Regler nach rechts, sehen wir die Bilder größer.

Lassen wir uns die Bilder größer anzeigen, bietet uns Photoshop auf der rechten Seite des mittleren Fensters einen Scrollbalken an, mit dem wir ganz bequem durch die Bilder navigieren können.

Im Normalfall dürfte allerdings diese Ansicht eher passen. Das heißt: Im mittleren Fenster arbeitet man mit kleinen Miniaturen, um einen schönen Überblick zu bekommen, und wenn man diese einzeln anklickt, kann man die große Vorschau im rechten Fenster betrachten.

Schritt 6

Die Darstellung des mittleren Fensters kann über die vier Buttons ganz rechts unten verändert werden. Durch Klick auf den ersten Button wird ein Gitternetz eingeblendet, sodass die Bilder ein bisschen schöner voneinander abgeteilt sind.

Der zweite Button zeigt die zu Beginn besprochene Standardansicht ohne Gitternetz, welche weniger Platz braucht.

Der dritte Button zeigt die Bilder mit Details:

Und durch Klick auf den vierten Button kann man sich die Bilder als Liste mit ausgewählten Daten wie Größe und Erstellungsdatum anzeigen lassen.

Schritt 7

Neben der Ansicht, die man unten rechts festlegen kann, gibt es auch unterschiedliche Arbeitsbereiche. Das hat jetzt weniger damit zu tun, wie es euch besser gefällt, sondern eher damit, womit ihr gerade arbeiten möchtet beziehungsweise, in welchem Stadium ihr mit diesen Bildern im Moment arbeitet.

Durch einen Klick auf den Button Grundlagen in der oberen Leiste öffnet sich ein Drop-down-Menü, in dem ihr verschiedene Optionen auswählen könnt.

Der Arbeitsbereich Filmstreifen ist sehr sinnvoll, wenn man mit einer sehr großen Anzahl an Bildern arbeitet.

Der Arbeitsbereich Metadaten ist dann wichtig, wenn es hauptsächlich darum geht, bestimmte Bildgrößen zu suchen …

… oder wenn ihr die Metadaten der Bilder editieren wollt. Auch die genaue Anzahl der Pixel lässt sich hier anzeigen.

Den Arbeitsbereich Leuchttisch finde ich noch sehr sinnvoll. Der ist dann wichtig, wenn ihr ausschließlich die Bilder ohne zusätzliche Informationen sehen wollt.

Jetzt habt ihr so viel Platz, wie ihr früher auf einem kleinen Leuchttisch gehabt hättet, und könnt trotzdem die Größe der Bilder über den unteren Slider einstellen.

Schritt 8

Oft ist es aber so, dass man nicht nur den eigentlichen Ordner – in diesem Fall Bildmaterial – sehen, sondern auf dem Leuchttisch auch gleich die ganzen Unterordner ausgepackt haben möchte.

Durch einen Doppelklick auf den jeweiligen Unterordner öffnet sich dieser und man bekommt die Bilder darin angezeigt. Im unteren Beispiel habe ich gerade den Unterordner Architektur geöffnet, was man an der Dateipfadleiste erkennt.

Über den Pfeil oben links gelangt man wieder eine Ebene zurück. Dort könnte ich mir dann wieder durch Doppelklick auf einen anderen Unterordner die Bilder darin anzeigen lassen.

Einfacher ist es jedoch, ihr klickt auf den kleinen Pfeil am Ende der Dateipfadleiste und wählt die Option Elemente in Unterordnern anzeigen. Daraufhin werden alle Bilder in den verschiedenen Unterordnern auf einmal angezeigt. Die einzelnen Ordner bleiben aber natürlich erhalten.

Eventuell wollt ihr noch nicht einmal die Ordner sehen, sondern nur die Bilder, dann könnt ihr über das Menü Ansicht das Häkchen vor Ordner anzeigen entfernen.

Ich würde mir die Ordner höchstwahrscheinlich schon anzeigen lassen, denn sonst verliere ich irgendwann den Überblick und weiß gar nicht mehr, auf wie viele Unterordner ich meine Bilder eigentlich verteilt habe.

Schritt 9

Im Menü Ansicht gibt es noch die Option Verborgene Dateien anzeigen. Ihr fragt euch, was verborgene Dateien sind? Das sind all die Dateien, die keine Bilddateien sind. Wenn ihr die Option aktiviert, seht ihr, was ich meine …

… Verborgene Dateien sind all die Exif-Daten, also die Daten, die einem Raw-Bild sozusagen vorschreiben, wie es auszusehen hat. Diese Dateien besitzen die gleiche Bezeichnung wie das Bild, nur mit der Endung xmp. All diese Bilder, die eine eigene xmp-Datei, also eine Filialdatei, besitzen, wurden schon einmal entwickelt. Im Normalfall ist das auch schon an einem Jpg-Bild erkennbar, welches neben dem Raw-Bild vorhanden ist.

Wenn man all diese xmp-Dateien aber nicht sehen möchte, weil es einem eigentlich nur um die Bilder geht, kann man über Ansicht das Häkchen vor Verborgene Dateien anzeigen wieder entfernen. Somit sind die Exif-Dateien nicht mehr sichtbar.

Schritt 10

Jetzt gehen wir wieder zurück zur normalen Ansicht, das ist nicht Leuchttisch, sondern Grundlagen.

Ich denke, damit werdet ihr hauptsächlich arbeiten, und wünsche euch viel Spaß.

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