Ebenenmasken in Photoshop

Ebenenmasken sind eine Art Stellvertreter für die Sichtbarkeit von Ebenen. Alles, was in ihnen schwarz dargestellt wird, macht die Ebene an dieser Stelle unsichtbar, Weiß dagegen lässt den Inhalt der Ebenen an der betreffenden Stelle erkennen. Die Arbeitsmaterialien zu diesem Video-Training findet ihr im ersten Film dieses Grundlagentrainings.

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In diesem Tutorial zeige ich euch, wie man mit Ebenenmasken umgeht.

Schritt 1

Wenn ihr euch eine solche Einstellungsebene, eine solche Korrekturebene mal genauer anschaut, …

Schritt 2

… dann seht ihr auf der linken Seite an dem Symbol, welche Korrekturebene es ist.

Schritt 3

Die Symbole sind alle anders, hier oben kann man in den Korrekturen dieselben Symbole finden, und sobald man da mit der Maus oder dem Stift-Zeiger drübergeht, dann sieht man oben links, wie diese Korrekturebene heißt, hier Schwarzweiß.

Schritt 4

Auf der rechten Seite findet ihr die sogenannte Ebenenmaske, die sieht ein bisschen so aus wie ein Kamerasucher.

Schritt 5

Jetzt fragt ihr euch: Was mache ich mit einer Ebenenmaske? Das ist ganz einfach, eine Ebenenmaske vertritt sozusagen den Radiergummi. Die Ebenenmaske bildet die Grundlage dafür, dass ihr den Radiergummi überhaupt nicht mehr braucht.

Stellt euch einfach mal vor, im Vordergrund möchte ich, dass die Wiese ein bisschen verdorrt, gelblich aussieht.

Schritt 6

Dann darf natürlich die Farbkorrektur hier nicht wirklich zum Tragen kommen.

Schritt 7

Also mache ich Folgendes: Ich schnappe mir jetzt einen Pinsel und gehe mit der Deckkraft relativ hoch, so auf knapp 70%.

Schritt 8

Ich fange mit schwarzer Farbe an, das ist wichtig!

Schritt 9

Mit schwarzer Farbe male ich in meiner Ebenenmaske, die dabei aktiv, also angeklickt sein muss.

Schritt 10

Guckt mal, wenn ich jetzt in der unteren rechten Ecke anfange zu malen, dann verschwindet an den Stellen, wo ich male, die Korrektur wieder.

Schritt 11

Ich kann also solche verdorrten Stellen in die Wiese reinmalen. Natürlich könnte man so was auch radieren, aber dazu bräuchte man wieder eine Pixelebene. Die bessere Methode ist auf jeden Fall, das Ganze über eine Ebenenmaske zu machen.

Möglicherweise sieht das jetzt zu fleckig oder zu scharf aus; gehen wir mal dichter ran, dann werdet ihr sehen, dass es relativ scharf ist, was ich hier gemacht habe.

Schritt 12

Ihr habt die Möglichkeit, diese Ebenenmaske noch mal anzuklicken, …

Schritt 13

… anschließend in die Eigenschaften zu gehen und sie dann, wie in diesem Beispiel, weichzuzeichnen.

Schritt 14

Und jetzt seht ihr, dass die harten Kanten langsam verschwinden.

Schritt 15

Das kann ich so butterweich machen wie jetzt gerade.

Schritt 16

Das ist vielleicht nicht sinnvoll. Hier würde ein Wert von 25.2 Px besser aussehen, aber auf diese Art und Weise kann ich dafür sorgen, dass meine Maske, ohne dass ich eine weiche Pinselspitze verwende, im Nachhinein weichgezeichnet wird. (Weiche Kante: 25.2 Px).

Schritt 17

Ein großer Vorteil: Ich muss keine weiche Pinselspitze verwenden, sondern ich kann die Härte dieser Kanten im Nachhinein bestimmen und damit natürlich auch jederzeit editieren und ändern.

Das könnt ihr natürlich auch anders machen, ihr könnt auch einfach mit einer weichen Pinselspitze malen, logisch, das geht auch, aber in diesem Fall habt ihr die Möglichkeit, die Maske eben im Nachhinein in ihrer Härte über eine weiche Kante zu verändern, genauso wie die Dichte.

Schritt 18

Ihr könnt auch die Dichte ganz runternehmen, dann ist es wieder das, was es vorher war, nämlich eine komplette Korrektur der ganzen Wiese (Dichte: 0%).

Schritt 19

Oder wieder ein bisschen nach oben setzen oder vielleicht sogar ganz nach oben, auf 100%. Auch die Dichte einer solchen Ebenenmaske lässt sich also im Nachhinein verändern. (Dichte: 100%).

Gucken wir es uns doch mal an, wie es aussieht, wenn wir jetzt keine Einstellungsebene bearbeiten wollen, sondern eine Ebene, in der sich Pixel befinden. Dazu mache ich mal diese Gruppe auf, wo die ganzen Towers drinliegen.

Schritt 20

Obendrauf, also vorne dran, liegt dieser Tower, und da seht ihr, da fehlt ein bisschen was von dem Tower.

Schritt 21

Auf diese Art und Weise sieht es aus, als würden die Wolken sich vor dem Tower befinden, und trotzdem ist hier keine Ebenenmaske drin.

Schritt 22

Und das liegt daran: Als ich dieses Bild gemacht habe, gab es noch keine Ebenenmasken. Das ist schon so alt, da gab’s das noch nicht. Hat natürlich bedeutet: Sobald ich angefangen habe zu radieren, oben am Tower, waren die Pixel für immer und ewig weg.

Wenn ich das jetzt machen würde, dann würde ich auf jeden Fall eine Ebenenmaske anlegen. Wir machen das mal für diese Stelle hier.

Schritt 23

Ich lege in dieser Ebene Tower 1, eine Ebenenmaske an, das ist dieses kleine Symbol hier unten, da klicke ich drauf.

Schritt 24

Sobald ich das tue, seht ihr, jetzt ist genau das gleiche Symbol da wie eben.

Schritt 25

Auch jetzt kann ich mit Schwarz arbeiten. Mit Schwarz einfach in die Ebenenmaske hineinmalen. Ich bin immer noch bei einer Deckkraft von knapp 70%. Ich gehe mal ein bisschen runter auf 37%, damit wir das hier ein bisschen sachte einmalen können.

Schritt 26

Ich mache das auch mal mit einer weicheren Pinselspitze. Jetzt seht ihr: Das ist im Prinzip genau das Gleiche wie radieren, es sieht genauso aus wie oben, nur dass ich das eben male.

Schritt 27

Jetzt kommt der riesengroße Vorteil dieser Geschichte – wenn ihr euch da mal vermalt habt, so zum Beispiel: …

Schritt 28

… dann könnt ihr das jederzeit, auch nach dem Speichern, durch Umkehren der Farbe von Schwarz auf Weiß wieder hinmalen.

Schritt 29

Das kann man einfach wieder dazumalen, am besten mit einer Deckkraft von 100%, dann habt ihr es auf einen Schlag.

Schritt 30

Denn die sind ja nicht wirklich verloren gegangen, die sind ja einfach nur durch diese Maske ausgeblendet.

Schritt 31

Über diese Maske addiert man nicht, sondern über diese Maske blendet man ein oder aus. Ihr könnt euch merken: Die weiße Maske zeigt alles, und an den Stellen, wo die Maske schwarz ist, wird das ausgeblendet.

Schritt 32

Ihr seht es dann auch innerhalb dieser Maske, dass ihr darin gemalt habt.

Schritt 33

Also Schwarz blendet diesen Teil aus:

Schritt 34

Das finde ich ein bisschen doll, also einen Teil möchte ich wieder zurückholen, so ungefähr:

Schritt 35

Und jetzt gehe ich mit einer geringeren Deckkraft von 50% noch mal hin und male die Ränder ein bisschen weicher, damit es so aussieht, als ob ein Teil dieser Wolke sich vor diesem Tower befindet.

Schritt 36

All das nicht über den Radierer, sondern mit dem ganz normalen Pinsel innerhalb meiner Ebenenmaske.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren dieses Tutorials.

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