Looks & Styles mit Photoshop – Feuer

Nichts lässt sich leichter in Composings einbauen als Feuer – vorausgesetzt, du hast das richtige Ausgangsmaterial.

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Wenn du mit Feuer in Photoshop spielen möchtest, dann ist es nichts leichter als das, wenn du das richtige Ausgangsmaterial verwendest. Und dafür gibt es eine kleine Regel, die ich dir gleich erklären werde.

Kurz zum Ausgangsbild: Wir hatten das hier an der Location Stahlwerk Maxhütte fotografiert und hatten hier Brennpaste im Spiel. Und wenn man sich das echte Feuer im Foto mal anschaut – es wirft auf jeden Fall einen Lichtschein auf die Umgebung und das gilt es so im Hinterkopf zu behalten, wenn das echte Feuer dann montiert ist.

 

Alles, was du dazu brauchst, ist das richtige Ausgangsmaterial. Das sieht in der Regel so aus. Immer, wenn ich ein St.-Martins-Feuer zum Beispiel sehe oder wir beim Grillen draußen sind und die Kohle schmeißt noch ein paar Flammen in die Luft, dann fotografiere ich das. Und ich belichte das so, dass komplett drum herum alles schwarz absäuft. So sehen eigentlich alle meine Feuerfotos aus. Ich habe hier Flammen, die unterschiedlich züngeln, da kann ich innerhalb von einer Minute 50 Fotos schießen und ich habe wieder Feuertexturen ohne Ende.

 

Das Ganze funktioniert in diesem Modus hervorragend, wenn man den Ebenenmodus nutzt. Ich schneide jetzt einfach mal die Flammen aus, speichere das Ganze nicht und gehe hier auf meine PSD. Jetzt muss ich das Feuer nur noch einfügen, transformieren und damit auf die entsprechende Größe bringen. Und hier hinten hatten wir so eine, keine Ahnung, wie man das nennt, so eine Rauchfackel, auf jeden Fall hat es hier ordentlich gequalmt und auf diesen Qualm kann ich dieses Lagerfeuer draufsetzen, wo man unten die Holzscheite auch noch ganz gut erkennt.

 

Ich muss mir eigentlich nur einen Ebenenmodus zunutze machen und das ist Negativ multiplizieren. Denn alles, was hier schwarze oder dunkle Bildbestandteile sind, das wird bei Negativ multiplizieren komplett ausgeblendet. Ich positioniere das Ganze, bestätige es mit der Entertaste.

Und du siehst, egal, was du hier noch unternehmen möchtest, um das Feuer besser einzubauen – das war es eigentlich auch schon. Du hast die Holzscheite, das brennt genau dann an der Stelle, wo der Rauch hochzieht – Schwarz ist komplett ausgeblendet. Du hast hier auch keine unschönen Ränder, weil das Schwarz findet sich ja auch ein bisschen unten noch im Holz und an den Rändern des Feuers und das wird alles rausgerechnet. Also hast du das erste Feuer hier hinten positioniert.

 

Dann das zweite Feuer aus dem zweiten Bild – ich überlege mir, nehme ich das oder das? Ich entscheide mich mal für diese Geschichte hier. Strg + A, Strg + X, Strg + W, schließe das Dokument, nicht speichern.

 

Ich gehe wieder zurück, sage hier: Bitte einfügen, frei transformieren, Negativ multiplizieren und ziehe mir das Feuer so an die Stelle, wo ich es eben gerne hätte. Hier kann ich mir ganz gut vorstellen, dass es so aussieht, als würde hier oben das Feuer auf dem Rohr sitzen.

 

Ich zoome mal ein bisschen näher ran. Dann habe ich hier diese Linie und an der kann ich mich ein bisschen orientieren. Ich setze es gerade so, dass man die Holzscheite hier unten nicht mehr erkennt, schnappe mir eine Maske (1), einen Pinsel (2), 100 % Deckkraft (3) und versuche jetzt einfach, diese Kante (4) fortzusetzen. Dann pinsele ich das Feuer hier unten weg.

 

Jetzt ist die Kante noch etwas weich, also gehe ich mit der Härte mal ein bisschen hoch und pinsele hier einfach noch mal ein bisschen drüber und schon sieht das Ganze so aus, als würde das Feuer hier eben hinter diesem Rohr hervorlodern. Das ist das zweite Feuer, das ich hier eingebaut habe. Passt natürlich auch hier gerade hervorragend, weil sich dieser Lichtschein wiederfindet.

 

Jetzt habe ich hier noch eine Textur vorbereitet, auch die schneide ich mir wieder aus und füge sie über Strg + T ein, positioniere das Ganze über Negativ multiplizieren. Und das hätte ich jetzt hier gerne im Vordergrund und ziehe das auch so richtig, richtig groß auf, weil das werde ich nachher noch ein bisschen unscharf machen. Das soll so aussehen, als schießt das eben jetzt gerade aus der Ecke ganz, ganz vorne.

 

Das könnte ich jetzt auch in ein Smartobjekt verwandeln. Ich mache das hier der Einfachheit halber mit dem Gaußschen Weichzeichner. Das ist wahrscheinlich zu viel, aber so in etwa, so 7 Pixel, das sieht ganz cool aus.

 

Jetzt habe ich also hier in Minutenschnelle drei Flammen eingebaut. Sieht ganz cool aus. Ich finde, das ist auch als Fotomontage so gar nicht mehr erkennbar, weil das ganze Bild absolut stimmig ist.

Das Einzige, was mir jetzt noch ein bisschen fehlt, ist so ein bisschen orangefarbener Lightspill auf dem Model und auf der Umgebung. Und dazu mache ich mir eine leere Ebene (1), nehme hier einfach mal meinen Farbfilter und gehe hier auf diese Feuerebene. Mit der Pipette hole ich mir mit gedrückter Alt-Taste im Pinsel diesen Orangeton (2). Das Ganze möchte ich jetzt natürlich nicht übermalen, ich gehe jetzt mal so auf 20 % bis 30 % (3) zurück und zeige dir, wie das aussieht, wenn ich jetzt hier drüber pinsele (4).

Das sieht sofort jeder, dass hier einfach nur mit Farbe gemalt wurde (4). Ich gehe mal zurück.

 

Aber ich kann ja den Ebenenmodus benutzen und den setze ich hier auf Farbe. Und jetzt kann ich mir hier diese Feuerglut im Bild aufmalen.

 

Ich gehe vielleicht mit der Helligkeit noch etwas runter und auch mehr ins Rot hinein. So, glaube ich, wird es noch stimmiger.

 

Die Kraft des Pinsels nehme ich auch noch ein bisschen zurück (1). Weniger ist hier wirklich mehr. Und dann gehe ich auch noch ein bisschen über die linke Hälfte des Models, unten auf dem Boden, auch den Rauch kann ich noch ein bisschen verstärken. Und so male ich mich jetzt also munter durch das Bild und man sieht hinten rechts zum Beispiel, wo es alles so blau ist, auch da kann ich mit diesem Farbton drüber gehen. Wer kann mir sagen, dass hier hinten nicht das nächste Feuer brennt? Und das kann ich dem Betrachter also alles suggerieren. Auch oben am Rohr soll sich dieser Lichtschein des Feuers noch fortsetzen, auch da möchte ich ihn noch etwas verstärken.

 

Und wenn ich mir allein diese Ebene ein- (1) und ausblende (2), dann, glaube ich, siehst du, wie viel Sinn das plötzlich macht, hier im Modus Farbe noch mal diesen Farbton, diesen Feuerglanz ein bisschen im Bild aufzubringen, denn erst dieser Farbklecks oder diese Farbaufhellung im Bild macht das Ganze stimmig, wenn du mit Feuer spielst.

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