Looks & Styles mit Photoshop – Partikel

Kleinste Partikel lenken gekonnt von Unstimmigkeiten bei Composings ab und erzeugen Bilddichte. Die Atmosphäre wird kompakter und greifbarer.

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Partikel in Composings mit Photoshop sorgen für eine dichte Bildstimmung. Ich habe jetzt hier mal ein Ausgangsbild, …

 

… habe mir so eine zusammengefasste Ebene gemacht, die zeigt, wie das denn aussieht, wenn ich hier auf den Hintergrund male. Ich habe ein bisschen mit Grau, Schwarz und Weiß ein schneebedecktes Geländer gemacht und ich habe diesen Flare noch eingebaut.

 

Ich nehme das mal raus und lege mal ein paar Partikel darüber.

 

Das sieht im Normalfall übrigens so aus. Das ist nichts anderes als Schnee, der in der Nacht angeblitzt worden ist. Wenn ich da mal rein zoome, dann habe ich da scharfe und unscharfe Partikel, welche, die ich nur ganz leicht sehe und welche, die wirklich weiße Punkte sind. Und mit diesen Partikelchen kann ich jetzt gut arbeiten. Da kann ich mir einzelne rausschneiden, ich kann mir Bereiche rausschneiden und so weiter.

 

Wenn ich solche Partikel in Composings einbaue, ich sie nicht über das ganze Bild lege, aber nur an bestimmte Elemente des Bildes ankopple, dann schaffe ich Atmosphäre. Manchmal hat man das ja auch im echten Leben, wenn man so guckt und im Gegenlicht scheinen dann irgendwelche Partikel durch, dann kann man das Ganze für ein Composing nutzen.

In dem Fall kann ich den Schnee jetzt auch als echten Schnee benutzen. Es bleiben aber nach wie vor einfach kleine Partikel, die das Bild spannend machen. Was ich daraus letztendlich mache – da bin ich ganz frei.

 

Ich kann ja zum Beispiel auch den Schnee nicht so eins zu eins verrechnen, ich kann hier jederzeit auf den Weichzeichnungsfilter Bewegungsschärfe gehen, …

 

… ziehe das hier mal schräg und nehme den Abstand ein bisschen zurück – und das kann ich zum Beispiel in einem Composing als Regen einbauen. Also aus Schnee kann ich hier in Photoshop jederzeit Regen zaubern und umgekehrt, aber ich habe da auch wieder diese kleinen Partikel dazu benutzt. Die sind also wirklich sehr, sehr nützlich. Ich gehe hier mal auf Abbrechen.

 

Wenn ich den Schnee, diese Partikel, hier so einbaue, dann macht das irgendwie noch keinen Spaß. Was ich brauche, ist nicht zwingend dieser Hintergrund, denn der verschwindet sowieso fast in dem ganzen Schneegestöber, aber was ich auf jeden Fall brauche, ist eine Lichtquelle – diese Partikel benötigen eine Lichtquelle!

 

Wo kommt diese Lichtquelle jetzt her? Ich blende mal diese Ebene aus, gehe auf die Hintergrundebene und mache mir eine leere Ebene.

 

Diese wird mit Schwarz gefüllt über Bearbeiten>Fläche füllen…>Schwarz>OK (1 und 2).

 

Das hat den Hintergrund, dass ich Schwarz natürlich jederzeit über Negativ multiplizieren (1) ausblenden kann. Die schwarzen Pixel sind nach wie vor auf der Ebene vorhanden, sie werden nur rausgerechnet. Und auf dieser schwarzen Ebene, Modus Negativ multiplizieren, wende ich jetzt den Renderfilter Blendenflecke (2) an.

 

Die Vorschau ist leider furchtbar fitzelig, ich lege mir das Fenster immer so ein bisschen neben das Bild. Ich weiß, so im oberen Drittel, an der Hand, hätte ich gerne den Flare positioniert. Ich schaue bei der Objektivart einfach mal durch und ich stelle fest – der hier (105 mm) ist es, der macht mir Spaß, und ich gehe da von der Helligkeit noch etwas hoch. Dann bestätige ich das Ganze mit OK (1). Und weil das alles auf einer schwarzen Ebene passiert, wird Schwarz ausgeblendet (2).

 

Im Modus Normal würde das so aussehen (links). Im Modus Negativ multiplizieren eben so (rechts).

 

Jetzt kann ich den Flare noch transformieren und ich kann auch störende Elemente rausretuschieren. Ich gehe einfach auf meinen ganz normalen Bereichsreparatur-Pinsel (1), nehme die Checkbox Alle Ebenen aufnehmen raus (2) und kann jetzt hier drüberfahren (3). Dann werden mir diese Mini-Flares hier im großen Flare rausgerechnet. Und ich kann natürlich auch, hier oben zum Beispiel, über diese relativ harte Kante gehen (4), dann wird die ein bisschen aufgeweicht.

 

Oder ich schnappe mir eine Maske (1) bei verringerter Deckkraft (2) und nehme mir das Ganze hier oben einfach so ein bisschen aus dem Bild (3). So in etwa, dann passt das einigermaßen.

 

Jetzt habe ich den Flare im Bild eingebaut. Als Nächstes brauche ich den Schnee. Ich blende mir mal diese Schnee-Ebene ein (1). Und auch diese sieht im Modus Normal (2) eben so aus, außer dass ich hier wirklich destruktiv mit dem Radiergummi einfach ein bisschen das Gesicht meines Models zurückgeholt habe.

 

Im Modus Negativ multiplizieren macht das Ganze jetzt schon mehr Spaß. Aus dieser Ebene (1) schneide ich mir jetzt ganz einfach mal hier unten mit dem Rechteckigen Auswahlwerkzeug (2) so ein Eck aus und dupliziere das über Strg + J auf eine neue Ebene (3). Jetzt kann ich diesen Bereich steuern und den ziehe ich mir jetzt wieder groß über das ganze Bild auf (4). Das führt dazu, dass diese Störungen schon mal etwas unschärfer werden.

 

Da hätte ich jetzt gern ein bisschen Bewegungsunschärfe drin. Filter>Weichzeichnungsfilter>Bewegungsunschärfe… – so sieht es ganz spacig aus.

 

Ich hätte gern einen Winkel. Den Abstand natürlich bei Weitem nicht so groß, bloß, dass hier ganz minimal Bewegungsunschärfe entsteht. Das Ganze orientiere ich an der durch das Model hier vorgegebenen Linienführung. Und jetzt habe ich hier diese unscharfen Partikel, die mit Bewegungsunschärfe so ein bisschen von rechts oben nach links unten sausen.

 

Als Nächstes hole ich mir von den Partikeln noch mal einen viel, viel kleineren Ausschnitt, der ist vielleicht nur noch so groß, und lege den in meinem Ebenenstapel ganz nach oben.

 

Wenn ich den jetzt frei transformiere und groß aufziehe, dann bekomme ich sehr, sehr große Partikel im Bild. Ich bestätige das Ganze mal mit OK.

 

Und das ist auch wieder so ein bisschen die Regel von einem Bildaufbau – ich brauche einen Vordergrund, ich brauche mein Model und ich brauche einen Hintergrund. Hintergrund müsste ich in dem Fall jetzt noch einfügen, aber weil das Bild ja vor Grau fotografiert ist, ist das ja ganz easy zu bewerkstelligen. Oder ich male mir etwas, wenn ich das kann. Aber was du auf jeden Fall berücksichtigen solltest, ist: Du brauchst unscharfe Elemente im Vordergrund, wenn du mit diesen Partikeln arbeitest, denn nur allein diese Partikel machen das Bild noch nicht rund.

Dadurch, dass sie relativ scharf sind, denkst du: „Na ja, das muss ja alles darüber liegen, aber hinter dem Model passiert nicht viel.“ Mit den bewegungsunscharfen Partikeln baust du das Ganze schon etwas besser ein, aber erst auch dann, wenn du im Vordergrund für Unschärfe sorgst, wenn also diese Partikel einen Zentimeter vor der Linse vorbeisausen, dann ist das Ganze hier wirklich eingebaut. Und dafür sind diese Partikel eben da. Sie lenken vielleicht auch von einem etwas schlecht montierten Hintergrund ab und geben dem Ganzen eine räumliche Tiefe. Dazu kannst du also Partikel benutzen, seien das jetzt Wasserspritzer oder eben Schnee, den du in der Nacht fotografiert und angeblitzt hast. Partikel sind wirklich universal verwendbar in Composings.

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